Wer verbraucht wie viel?
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Die Umstände zwangen mich, schnell einen Mietwagen als Ersatzfahrzeug zu organisieren und einem Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Da keine weiten Strecken mit dem Fahrzeug bewältigt werden mussten, entschieden wir uns für ein Modell aus der Polo-Klasse. Es wurde dann ein B170 mit Stern, danke noch mal an dieser Stelle für das Upgrade. Dieses (Kraft-)Fahrzeug musste nun 40 Kilometer überführt werden, dazu folgte mir ein Mitarbeiter mit meinem Fahrzeug, einem A4 2,7 tdi. In Ermangelung an Zeit, musste diese Strecke recht ambitioniert in Angriff genommen werden (an alle mitlesenden Ordnungshüter gerichtet, sei gesagt: Sie haben nichts Strafzettelverdächtiges verpasst).
Los ging es auf 15 Kilometer Autobahn und 25 Kilometer Landstraße. Dicht gefolgt von besagtem Audi fuhr ich also die Strecke. Kurz vor Zieleinlauf schaute ich auf den Bordcomputer und hätte vor Überraschung beinahe eine Straßenlaterne in die ewigen Jagdgründe befördert. 11,1 l/100 km stand dort in fröhlich gelb leuchtenden Digitalziffern. Angekommen fragte ich meinen automobilen Schatten, was er denn so verbraucht hatte – 8,2 Liter war die Antwort. Noch mal zur Erinnerung: 116 PS vs. 180 PS und rund 1.300 kg vs. rund 1.600 kg (okay – Benzin gegen Diesel, aber – so what). Logisch, der Fahrer ist der entscheidendste Faktor beim Spritsparen, der Audi folgte mir aber immer in gleicher Geschwindigkeit. Sind also stärker motorisierte Fahrzeuge je nach Fahrstil sogar „sparsamer“, da man nicht so ans (Leistungs-)Limit gehen muss?
Wie auch immer, das ließ mich überlegen, welche Erfahrungen, positiv wie negativ, ich schon mit Autos gemacht habe. Das Absurdeste war wohl während meiner Zeit als Testwagenüberführer ein X5 4,6i, mit dem ich über eine Strecke von 400 Kilometern über Autobahn einen unglaublichen Durchschnittsverbrauch von 24,7 Litern „erzielte“ (erlitt wäre wohl das bessere Wort). Das Beste: ein A6 3.0 tdi, der über eine Strecke von 120 km (größtenteils Landstraße) 5,2 Liter Diesel/100 km in seinen Brennräumen verdampfte (ohne ein Verkehrshindernis zu sein).
Fern von CO2-Diskussionen, gänzlich irrational, sagt an, was habt Ihr schon erlebt, was waren Eure absurdesten Verbräuche?
MfG
Andrej Rappe



