Formel 1: Kommunikation ist Glücksache – manche lernen´s nie, andere noch später
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Alle freuen sich auf eine spannende neue Saison – und doch hat die Formel 1 bereits vor dem ersten Rennen (am kommenden Wochenende in Melbourne/AUS) ihren ersten Kommunikations-Gau. Als gäbe es mit den neuen Regeln zu Reifen, Aerodynamik und der optionalen Verwendung des Systems zur Bremsenergie-Rückgewinnung nicht schon genügend Erklärungsbedarf. Nein, da musste noch eine Änderung der WM-Wertung her: Beabsichtigt war, der Formel 1 mehr Spannung zu verleihen. Die FIA hatte verfügt, dass ab Saisonbeginn, also ab sofort, so gewertet wird, dass der WM-Titel an denjenigen Fahrer geht, der die meisten Siege einfährt – nicht mehr an den, der die meisten Punkte sammelt. Das wurde so offiziell von der Sportbehörde FIA verkündet, war allenthalben zu lesen. Jetzt – nach dem Protest der Teams – ist wieder alles anders. Sie sagen, die Regeländerung kam zu spät und ist deshalb rechtswidrig. Daher jetzt die Kehrtwende. Alles zurück auf null. April, April – das soll verstehen, wer will. Ein kommunikatives Desaster! Der Kunde, sprich Fan, ist sowieso überfordert vom ganzen Reglements-Wirrwarr. Hier, wie in anderen Punkten auch, hätten sich die Interessengruppen vorher mal abstimmen sollen – im Interesse der gemeinsamen Sache. Schade, das Gemisch, aus dem die neue Saison zusammengesetzt ist, ist so explosiv, dass sie einen reibungsloseren Start verdient hätte.



