Wer wird Chef von Opel Europa?
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Ein interessanter Gedanke, den laut „Süddeutsche Zeitung“ die Opel-Händlergruppe AVAG in die Diskussion um die Zukunft des Rüsselsheimer Herstellers einbringt: Bernd Pischetsrieder wäre der richtige Mann, um Opel in die Unabhängigkeit von GM zu führen. Warum Pischetsrieder, der doch vermeintlich zweimal an vorderster Stelle gescheitert ist? Pischetsrieder ist Automann allererster Güte. Und zweimal gescheitert? Nun ja. Die Sache mit Rover ging schief. Und hinterher waren alle schlauer. Als er den Deal einfädelte, waren alle davon überzeugt, BMW müsse, um langfristig überleben zu können, mehr als eine Million Autos pro Jahr absetzen. Und der Mut, neue BMW Modelle aufzubauen, war damals wenig ausgeprägt. Dann erwies sich die Kraft der Marke Rover als nicht ausreichend und das britische Pfund als überbewertet, und alles war Pischetsrieders Schuld … Und bei VW: Die Charaktere und die Vorgehensweisen eines Ferdinand Piëch und eines Bernd Pischetsrieder waren einfach zu unterschiedlich, als dass es hätte gutgehen können. Die Qualitäten des bärtigen Oberbayers konnte es jedenfalls nicht in Zweifel ziehen. Bernd Pischetsrieder als Opel-Lenker? Pikantes am Rande: Als Pischetsrieder 1999 sein Amt bei BMW niederlegte und es Professor Milberg übernahm, wurde Carl-Peter Forster, derzeit gewissermaßen oberster Opel-Mann, dessen Nachfolger als Produktionsvorstand. Pischetsrieder zu Opel? Ein interessanter Gedanke – mit vielen Fragezeichen. Zum Beispiel: Hat ihn schon jemand gefragt?


