Lexus: Werden bald die Preise gesenkt?
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Die Zeiten sind derzeit nicht eben rosig im Automobilgeschäft. Selbst die Premiummarken Audi, BMW und Mercedes haben zu kämpfen – an ihnen ging auch die kurzzeitige Aufwärtsbewegung durch die Umwelt- oder Abwrackprämie fast spurlos vorüber. In diesem Segment mitzumischen, ist das erklärte Ziel der Toyota-Schwestermarke Lexus. Hatte sie schon bisher in Deutschland nicht so recht Fuß fassen können, so wird sie in der jetzigen Situation besonders kalt erwischt. In Deutschland hat Lexus nach gut 5.000 Einheiten in 2006 im Jahr 2008 trotz recht attraktiver Produkte nur noch 3.700 Autos abgesetzt. Das ist weniger als die Hälfte dessen, was beispielsweise Mercedes im Monat März 2009 allein an C-Klasse-Modellen verkauft hat.
Was ist das Problem der Marke Lexus? Primär ist es die evident noch nicht ausreichende Akzeptanz bei der Premium-Klientel. Auf der einen Seite diskutable Produkte, auf der anderen zu hohe Preise. Die meisten Modelle – abgesehen von den Hybrid-Modellen – sind jedoch Nachempfindungen deutscher Premium-Automobile. Und die Hybriden, als Alleinstellungsmerkmale von Toyota und Lexus? Sie reüssieren einfach nicht auf dem deutschen Markt, weil man dort mittlerweile erkennt, dass sie schlussendlich – vom Effekt und der Effizienz her – nicht viel mehr sind als ein schlau eingefädelter Marketing-Gag.
Es spricht schon Bände, wenn ein Mann wie Burkard Weller, außergewöhnlich erfolgreicher Autohaus-Besitzer
und Präsident des Toyota-Händlerverbandes, eingesteht: „Die Marke bröckelt in unseren Köpfen.“ Was ihm und seinen Lexus-Händlerkollegen in der jetzigen Situation das Leben besonders schwer macht: der Restwerteverfall und das Fehlen einer durchdachten Gebrauchtwagenstrategie. Um konkurrenzfähig zu werden, fordern die Lexus-Händler, müsse hier zu allererst Abhilfe geschaffen und die Preispolitik angefasst werden.




