Hybrid made in Germany
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Endlich kommen sie: die deutschen Hybrid-Fahrzeuge, als erstes steht die Hybrid-S-Klasse kurz vor der Markteinführung. Seit Mercedes, BMW und VW Hybrid-Autos angekündigt haben, steht der Sinn dieser Technik längst nicht mehr in Frage. Endlich die deutsche Antwort auf Prius und Co., denkt sich der Autofahrer, der beim nächsten Neukauf, falls er sich für Hybrid-Technik interessiert, nicht mehr nur bei Toyota/Lexus fündig wird. Hoppla, bitte den neuen Honda Insight nicht vergessen, der erste Hybrid auf dem deutschen Markt unter 20.000 Euro.
Mercedes S 400 Hybrid (kommt im Juni), BMW 7er ActiveHybrid (etwa November) und Mercedes ML 450 Hybrid (gegen Ende 2009) werden deutlich teurer. Der S 400 Hybrid steht schon mit rund 85.300 Euro in der Preisliste. Die Premiumhersteller glauben den Hybrid-Aufpreis am ehesten bei den verbrauchsintensiven Fahrzeugen der Luxusklasse dem Kunden plausibel machen zu können.
Auch der VW Touareg Hybrid (Sommer 2010) wird kein Sonderangebot. Wann echte Volumenmodelle wie VW Golf oder Mercedes A-Klasse mit Hybrid erscheinen, steht noch in den Sternen, geplant sind sie. Insider bezeichnen die Hybrid-Technik als Brückentechnologie auf dem Weg zum Elektroauto.
Die tatsächliche Entlastung der Umwelt durch Hybrid wird von manchen Klimaschützern jedoch bezweifelt. Hinter vorgehaltener Hand verrät ein Auto-Entwickler: „In der Gesamt-Energie- und Umwelt-Bilanz muss ein Hybrid-Auto nicht automatisch günstiger sein als zum Beispiel ein hochentwickelter Diesel. Denken Sie nur an die aufwändige Entwicklung, Produktion und am Ende des Lebenszyklus an die Verwertung der Batterie.“
Besteht also die Gefahr, dass die Hybrid-Entwicklung am Markt vorbeiläuft oder gar scheitert? Jain! Aber den Stellenwert, den sie zurzeit in der Kommunikation hat, den wird sie im Markt noch lange nicht erreichen. Bernd Bohr, Chef der Kraftfahrzeugsparte bei Bosch, dem weltweit größten Autozulieferer, rechnet selbst für 2015 bei weltweit rund 80 Millionen produzierten Fahrzeugen nur mit einem Anteil von unter fünf Prozent für Hybrid- und Elektro-Fahrzeuge.





Hallo Herr Wüsten,
ein interessanter Aspekt, dass die Gesamt-Energiebilanz bei Hybridautos kein Optimum darstellen muss. Diese Aussage überrascht und wirft kritische Fragen nach Fakten und empirische Daten auf. Können Sie auf Studien verweisen oder diese Thematik in einen Ihrer nachfolgenden blogs erläutern?
Einen schönen Tag wünscht
Gregor Schondelmaier
Hallo Herr Schondelma,
zur Zeit kann ich nicht auf Studien verweisen und meine Informaten wollen aus verständlichen Gründen nicht genannt werden. Jetzt, nachdem fast die gesamte deutsche Autoindustrie Hybrid-Projekte zumindest ankündigt oder auch schon realisiert, wird die Frage nach der Gesamt-Energiebilanz nur noch hinter vorgehaltener Hand diskutiert. Hybrid ist jetzt angesagt und Mode, aber die Suche nach Technikern, die den Mund aufmachen und nach veröffentlichbaren Zahlen geht bei UNAUTODOX natürlich weiter.
mfG
Thomas Wüsten
Besten Dank für Ihre schnelle Antwort.
Ich bin gespannt auf vertiefende Beiträge zum Thema Hybrid-Bilanz und freue mich auf neue Fakten bei UNAUTODOX
Dem Redaktionsteam ein Kompliment für die erfrischenden und interessanten blogs……….. weiter so!
In diesem Sinne
Grüße
Gregor Schondelmaier
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