Riesen-Tamtam bei Porsche/VW – Piëch lässt Blätterwald rauschen
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Wenn es jemand auf das Rauschen im Blätterwald anlegt, dann hat Ferdinand Piëch in letzter Zeit einfach alles richtig gemacht.

Ferdinand Piëch, einst ehrfurchtsvoll „Fugen-Ferdl“ genannt, wegen seiner Liebe zu knappen Spaltmaßen und Präzision – heute der große VW-Porsche-Entscheider
Porsche übernimmt VW – ein Riesen-Tamtam. VW übernimmt Porsche – wieder Riesen-Tamtam. VW und Porsche fusionieren – nochmals Riesen-Tamtam. Es gibt Krach im Clan – die Medien jubeln. Es gibt Krach mit der Belegschaft – die Nachrichten überschlagen sich. Was auch immer passiert im Einflusskreis – und der ist bekanntlich groß – des Porsche-Enkels, VW-Aufsichtsratsvorsitzenden und Porsche-Anteilseigners, die Presse nimmt es dankbar (und pflichtbewusst, notabene) auf. Ginge es Piëch primär um Coverage, sind alle in irgendeiner Weise von ihm beeinflussten Vorgänge volle Erfolge. Doch kann es einem wie ihm darum gehen? Eher im Gegenteil: Die Dinge, die da laufen, müssten sich eigentlich eher im Diskreten entwickeln. Aber dazu sind zu viele Spieler mit zu unterschiedlichen Interessen beteiligt. Eine solche Ausgangslage ist der ideale Nährboden für Indiskretionen – gezielte wie ungewollte.

Bild aus guten Tagen: Wolfgang Porsche, „WoPo“, Wendelin Wiedeking und Holger Härter (v. l.) auf der Hauptversammlung der Porsche Automobil Holding SE 2008
So bekommen die Medien den Stoff, aus dem die spannendsten Geschichten sind. Heute hü, morgen hott. Und einen scheint das wenig zu stören, womöglich passt es ihm sogar ins Kalkül. Wahrscheinlich ist es Ferdinand Piëch einfach egal.



