Škoda Yeti: Himalaya-Monster oder Topseller?
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Modell-Neuheiten ohne direkten Vorgänger, wie zum Beispiel der erfolgreiche Mercedes CLS oder der erfolglose Jaguar X-Type, werden in der Autowelt immer mit besonderer Aufmerksamkeit betrachtet. Hier zeigt sich, ob eine Marke echte Entwicklungs- und Vorreiter-Kompetenz besitzt, um neue Nischen und Märkte zu erschließen. Der Škoda Yeti gehört zweifellos zu dieser Gattung von Neuheiten, denn ein SUV des tschechischen Herstellers, der zum VW-Konzern gehört, gab es bis jetzt noch nie.
Der Yeti nutzt die technische Basis des VW Tiguan, startet ab Juli im Handel und taucht schon jetzt mit sehr positiven Kritiken in den Automobil-Fachzeitschriften auf. „auto, motor und sport“ (Ausgabe 11/2009) bescheinigt ihm im Fahrbericht sehr gute Raumausnutzung: „Mit 4,22 Metern baut er sogar 21 Zentimeter kürzer als der Topseller Tiguan, ohne im Innenraum spürbar enger zu wirken.“ Und weiter: „Mit seinem 510 bis 1.760 Liter fassenden Gepäckraum schiebt sich der … Yeti sogar vor seinen deutschen Bruder.“ Allrad-Technik und Motoren des Yeti stammen aus dem VW-Konzern, wie beim Tiguan sind auch Versionen mit reinem Frontantrieb geplant. So soll der Einstiegspreis knapp unter 20.000 Euro bleiben (mit 105 PS als 1.2 TSI). Fachleute wissen: Wenn in zukünftigen Vergleichstests Motoreigenschaften und Fahrdynamik der Wettbewerber auf einem Niveau liegen, dann können schnell Innenraummaße und Kosten-Aspekte über den Sieg entscheiden.
„Auto Bild“ (Ausgabe 19/2009) hat den Yeti sogar schon mit dem Tiguan verglichen und kommt zu folgendem Schluss: „Mit kühler Präzision zieht der Yeti Konzernbruder Tiguan das Fell über die Ohren. Er macht alles so gut wie der VW. Oder besser!“ Ab Marktstart werden alle Yeti Motoren – zwei Benziner und drei Diesel von 105 bis 170 PS – die Euro5-Norm erfüllen. „Auto Bild“: „Und er erhält durchweg die saubereren Motoren.“
Auch der Raum-Vorteil wird von den Hamburger Autotestern gewürdigt: „… beim Innenraumkonzept sticht der Yeti seinen erfolgreichen Widersacher aus …“ und zum Gelände-Fahrverhalten heißt es: „Der Yeti ist leichtfüßiger.“ Wenn der Škoda Yeti tatsächlich diesen ersten Medien-Einschätzungen entspricht, dann kommt da ein Sieger-Typ, der zudem für Škoda viele neue Kunden angeln wird. „Auto Bild“ sieht das so: „VW hat die Bestseller – und Škoda immer öfter die besseren Kopien.“
Übrigens hat „Auto Bild“ auch Škoda Fabia und VW Polo, Roomster und Caddy, Octavia und Golf sowie Superb und Passat miteinander verglichen. Gesamtergebnis: 3:2 für Škoda.




