Mercedes-Benz S-Klasse-Facelift: sicherer und sparsamer (fast) ohne Aufpreis
Kein Kommentar
1,287 views
Mercedes-Benz hat die modellüberarbeitete S-Klasse erstmals auf der Auto Shanghai, der wichtigsten chinesischen Automobil-Messe, der Öffentlichkeit vorgestellt. Also genau dort, wo Porsche die Weltpremiere des Panamera feierte. Zurzeit läuft die internationale Presse-Präsentation der S-Klasse im Schwarzwald, rund um das Schlosshotel Bühlerhöhe. Sicherer und sparsamer zeigt sich die Luxus-Baureihe, die ab 26. Juni im Handel ist. Assistenzsysteme aus der E-Klasse wie der Einschlafwarner Attention Assist oder die neueste Pre-Safe-Bremse sorgen dafür, dass sich S-Klasse-Fahrer und -Passagiere mindestens so behütet fühlen wie in der kleineren E-Baureihe.
Verfeinerte Aerodynamik, optimierte Aggregate und Leichtlaufreifen sollen beim bekannten Motorenprogramm den Verbrauch um bis zu sieben Prozent senken. Der S 350 BlueEfficiency (3,0-Liter-V6-Diesel mit 235 PS) gibt sich künftig laut Mercedes mit einem EU-Norm-Verbrauch von 7,6 l/100 km zufrieden, wow, „nur” 199 g CO2/km. Neu ist das LED-Tagfahrlicht mit einer markanten Lichtleiste, es kostet allerdings Aufpreis. Insgesamt wurden die Preise krisengerecht nur um wenige hundert Euro angehoben.
unAUTOdox: So kann die neue Mercedes S-Klasse in die zweite Hälfte ihres Produktzyklus rollen – sicherer und ein wenig sparsamer. Auch die „Öko-Version“ S 400 Hybrid (3,5-Benziner-V6 mit 279 PS und einem 20-PS-E-Motor) wird den Flottenverbrauch nur geringfügig nach unten korrigieren, denn der Verbrauch liegt mit 7,9 l/100 km über dem oben erwähnten Diesel. Klimaschützern, die einer solchen 2-Tonnen-Limousine generell die Daseinsberechtigung absprechen wollen, gibt Vertriebschef Klaus Maier die passende Antwort: „… viele unserer Kunden wollen ausdrücklich ein großzügiges, luxuriöses und vor allem auch repräsentatives Auto.“ Dass diese vielen Kunden immer seltener Europäer, sondern größtenteils Amerikaner und nun auch in schnell wachsendem Maße Chinesen sind, wird jedoch auch Maier zu denken geben. Hierzulande hört man eben immer öfter: „Lieber eine üppig ausgestattete E-Klasse als eine S-Klasse, die möglicherweise ähnlich wie die großen SUVs Sozialneid auslöst.“



