Tauziehen um die Macht bei VW und Porsche
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Das Tauziehen – anders kann man das, was sich derzeit zwischen Salzburg, Stuttgart und Wolfsburg abspielt, beim besten Willen nicht nennen – zwischen VW und Porsche scheint nun doch allmählich in die entscheidende Phase zu gehen. Hatte es noch letzte Woche so geklungen, als wäre eine Möglichkeit denkbar, dass beide Unternehmen einfach „zusammengehen“, hat sich die Lage übers Wochenende abermals verändert. Die Porsche-Lösung (Übernahme VWs durch Porsche) scheint doch ins Hintertreffen zu geraten. In diesem Kampf spielt die Kommunikation als Waffe eine große Rolle. Ferdinand Piëchs Orakel bei der VW Polo-Präsentation war da nur der Auftakt. Er hatte die Frage von Journalisten, ob der forsche Porsche-Chef Wendelin Wiedeking sich noch in stabiler Position befinde, zunächst mit „ja, noch“ beantwortet, dann aber ein demonstratives „streichen Sie das ‚noch‘“ nachgeschoben. Deutlicher kann man so knapp nicht sagen, was man zu sagen hat. Klar kommuniziert hat auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, der eindeutig den Führungsanspruch von VW favorisiert. Und vergleichsweise klar kommuniziert auch die Porsche-Seite, die nämlich mehr oder weniger aussagefrei dasteht bzw. auf Tauchstation geht. Nach einer Position der Stärke im Tauziehen um die Macht sieht das nicht aus. Ob die heutige Demonstration der Porsche-Belegschaft ein brauchbares Kommunikationsmittel sein kann, scheint mehr als fraglich.


