Mazda CX-7: Exquisiter Crossover im Sportler-Dress
2. November 2011 – 09:43 | Kein Kommentar

Auf unseren Straßen gilt der Mazda CX-7 eher als Exot. Dabei ist das edle SUV eine preisgünstige Alternative zu Audi Q5, BMW X3 und Mercedes GLK.
Richtig schnittig steht er da, der Mazda CX-7. Mit seiner …

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Kommentar: Elektroauto-Märchenstunde

Geschrieben von am 22. Mai 2009 – 07:50
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4 Kommentare
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Daimler steigt bei der Elektroauto-Company Tesla ein. Karmann greift nach jedem Strohhalm und will mit dem Energieanbieter EWE eine E-Auto-Studie entwickeln. VW-Chef Martin Winterkorn erklärt: „Die Zukunft gehört den Elektroautos.“ Und Bosch-Vorstand Bernd Bohr verkündet, ein Elektroauto wäre in China oder Indien eine echte Alternative, weil selbst eine geringe Reichweite von etwa 80 Kilometern für die Kunden dort ein Gewinn sei. Der sonst so realistische Bosch-Mann hält es sogar für möglich, in fünf bis sechs Jahren in Indien ein E-Auto zum Preis von etwa 5.000 Euro anzubieten.

Die Autowelt ist wie elektrisiert, das trübt schon mal den Blick für die Realität. Welchen Stellenwert E-Autos zukünftig wirklich haben werden, hat Bosch-Vorstand Bohr in „auto, motor und sport“ bereits erklärt. Er rechnet für 2015 bei weltweit rund 80 Millionen produzierten Fahrzeugen mit einem Anteil von unter fünf Prozent für Hybrid- und Elektro-Fahrzeugen. Für die nahe Zukunft sind eben noch viel zu viele Fragen ungeklärt, um echte Kunden für diese Auto-Gattung begeistern zu können.

MINI E: Eine Test-Serie von 500 Autos für „ausgewählte Nutzer“ denen eine Höchstgeschwindigkeit von 152 km/h und rund 250 Kilometer Reichweite genug sind.

MINI E: eine Test-Serie von 500 Autos für „ausgewählte Nutzer“, denen eine Höchstgeschwindigkeit von 152 km/h und rund 250 Kilometer Reichweite genug sind.

Bei vielen E-Auto-Studien ist die maximale Leistung nur unter optimalen Bedingungen abrufbar, bei zu hoher Außentemperatur oder niedrigem Ladezustand der Batterie wird sie stark reduziert. Die Reichweite, eine Märchenstunde für sich, ist es, was die Hersteller da über ihre Studien erzählen. Tesla verspricht für seinen Roadster 394 Kilometer, Autotester, die 200 Kilometer damit schaffen, sind schon mächtig stolz. Und was nützt der CO2-Ausstoß von null am Auto, wenn ein altes Kohlekraftwerk umgerechnet pro Auto und Kilometer mehr CO2 emittiert als ein moderner Diesel? Manche technischen Lösungen werden formuliert, die eigentlich schon am Biertisch keiner Gegenargumentation standhalten. Wie soll zum Beispiel eine Wechsel-Akku-Strategie (zur Vermeidung der langen Ladezeiten) und die erforderliche Infrastruktur aufgebaut werden? Alle neuen E-Autos müssten auf einer ähnlichen Plattform aufbauen, und die Fahrer müssten es akzeptieren, mal nagelneue oder mal alte, weniger leistungsfähige Akkus zu erwischen, wahrscheinlich sogar zum gleichen Preis. Das erste in Deutschland frei käufliche E-Auto wird voraussichtlich 2010 der Mitsubishi i-MiEV, da dürfen wir gespannt sein, wer dann über 30.000 Euro für einen „so umweltfreundlichen“ Kleinwagen hinblättert.

4 Kommentare »

  • jaybe sagt:

    sicher sind all die genannten Aktivitäten noch als “rudimentär” zu betrachten, aber ich würde die Hinwendung zum Elektro-Auto nicht mit so einfachen Argumenten und Sticheleien abtun. Shai Agassis Großprojekte zeigen ja schon in eine neue Richtung.

    Trotz aller PS-Boliten-Begeisterung muss man für den Breitenmarkt das Elektroauto als (bis jetzt) einzig brauchbare Alternative zum Auslaufmodell “Benzin-Auto” anerkennen.

  • Thomas Wüsten sagt:

    @jaybe
    Hallo jaybe,
    natürlich ist das E-Auto eine Alternative, doch das “Auslaufmodell Benzin-Auto” wird noch viel länger laufen als manche glauben, das sollte der Kommentar deutlich machen. Und wirklich umweltfreundlich sind E-Autos nur dann, wenn die elektrische Energie CO2-arm erzeugt wird – also nicht in schmutzigen, veralteten, chinesischen Kohlekraftwerken.
    Wechsel-Akku-Strategien wie sie Shai Agassi darzustellen versucht, halte ich allerdings für chancenlos. Schließlich kaufen Menschen Autos, um etwas eigenes, persönliches zu besitzen (deshalb konnte sich bislang auch Car-Sharing nirgends durchsetzen). Und dann sollen sie laut Agassi Akkus (mal Alte energiearme, mal Neue mit voller Ladekapazität) mit wildfremden Autofahrern tauschen? Daran glaub ich nicht.
    mfG
    Thomas Wüsten

  • jaybe sagt:

    @Thomas Wüsten
    @Thomas

    Du hast recht, Energie muss insgesamt, oder wie man so schön sagt gesamtgesellschaftlich, einem verantwortlichen Wandel unterzogen werden. Innovativ sind aber die, die erste Schritte machen und nicht die, die sagen: “wenn du dich nicht bewegst, dann bleib ich auch so wie immer.”

    E-Autos in Deutschland würden trotz “freiem” Energie-Markt sicher nicht mit Strom aus chinesischen Kohlekraftwerken versorgt werden.

    Dein Argument hinsichtlich “der Mensch möchte ein eignes Auto” kann ich nachvollziehen. Ich gehöre sicher zu einer kleinen Gruppe, die ein Auto “nur” gebrauchen wollen und selbst ich finde es angenehm einfach mal ein paar Dinge im Auto zulassen.

    Wenn du aber nicht jemand bist der ein inniges Verhältnis zu seinem Auto-Akku aufbauen will (vllt. mit persönlichen Aufklebern?? :-) – dann kann ich für diesen Teil des Autos dein Argument nicht nachvollziehen.

    Der Akku sollte gewissen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen, super-easy austauschbar sein und ständiger Kontrolle unterworfen sein.

    Wenn ich nochmal den Vergleich zum Handy bemühen darf – auch da würde es mich nicht stören den Akku auszutauschen, da er nicht zu den persönlich gestalteten Elementen gehört. Aspekte des letzten Absatzes vorausgesetzt.

    Das “Auslaufmodell Benzin-Auto” wird solange laufen wie die Einsicht in die Gestaltung einer verantwortbaren Zukunft braucht eine gesellschaftliche Mehrheit zu erlangen.

    Unabhängig davon bin ich mir sicher, dass es auch in vielen Jahrzehnten noch Auto-Fans geben wird, die die Modelle der Benzin-Phase in der Auto-Evolution hegen, pflegen und fahren werden (natürlich mit erhöhten CO2-Abgaben – aber was macht man nicht alles für das Hobby…..)

    Freue mich auf deine nächsten Artikel. Habe un-auto-dox gerade in meinen RSS-Reader aufgenommen.

  • Marc sagt:

    Wie heißt ein chinesisches Sprichwort so schön: Der Weg ist das Ziel.
    Ein Problem liegt sicherlich in der Entwicklung von Hybrid/E-Autos allgemein. Es werden meiner Meinung nach zu wenig Risiken in diesem Bereichen eingegangen. Oder anders gesagt: talentierte, junge und visionäre Ingenieure können ihr Ideen – da nicht finanziell vernünftig unterstützt – fortentwickeln.

    Der Toyota Prius wurde schließlich bereits in den Anfang 1990ern entwickelt. Und mit jeder Generation, mit jedem Kunden und jedem Jahr seit “SOP” gewinnt man an Erfahrungen. Jetzt kann man das Fahrzeug richtig weiterentwickeln, Alternativen suchen und weitere Energiequellen implemenentieren. Man ist sozusagen auf dem Weg. Das gleiche gilt für Tesla. Gerade unsere Großkonzerne im Automotive Bereich sollten ihre Spielräume konsequent nutzen und vor allem nicht von Budgetjahr zu Budgetjahr denken, sondern in Dekaden.

    Ein S400H von Mercedes ist auch interessant, aber weder preislich eine Alternative zum Diesel, noch vom Image her. Wer finanziell unabhängig ist, wird sich auch aus ökologischen Gründen kaum ein solches Premiumfahrzeug kaufen. Allenfalls, weil er in der Stuttgarter Umweltzone “irgendwann” nicht mehr mit einem älteren CO2-starken Fahrzeug unterwegs sein darf. Und eine S-Klasse mit E-Antrieb ist wohl noch ganz großes Wunschdenken.

    MfG
    Marc M.

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