Mercedes-Benz E 63 AMG: ab August mit 525 PS Vollgas Richtung 300 km/h
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Die neue Mercedes E-Klasse ist gerade seit März auf dem Markt, und schon legen die Stuttgarter in ungewohnt kurzem Abstand nach und beginnen im August nach den Werksferien mit der Auslieferung des E 63 AMG. Bestellbar ist die 525 PS starke Sportlimousine schon ab Juni, zum Grundpreis 105.791 Euro. Der Wagen steht für den Kompromiss zwischen zügig-komfortabler Langstreckenfahrt und heißen Runden auf der Rennstrecke. Von 0 auf 100 km/h geht’s stressfrei mit der Siebengang-Automatik in 4,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250 km/h abgeregelt. Aber AMG ermöglicht auf Wunsch auch eine Begrenzung auf 300 km/h. Volker Mornhinweg, AMG Geschäftsführer seit 2005, gibt zu verstehen, dass es theoretisch auch noch schneller ginge. Reines Muskelspiel gegenüber Audi RS 6 und BMW M5?
Der 6,2-Liter-V8 ist nicht neu, wurde aber überarbeitet. Ein Direkteinspritzer mit Zylinderabschaltung soll dem Vernehmen nach erst im nächsten Jahr serienreif sein. So sind es zurzeit nur bekannte, aber bei AMG neue Effizienz-Maßnahmen, die den Verbrauch nach EU-Norm auf 12,6 l reduzieren. Für das Verbrauchs-Minus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorgänger sorgen eine optimierte Luftführung, die Rückgewinnung von Bremsenergie („Rekuperation“) und ein Automatik-Fahrprogramm namens „Controlled Efficiency“, bei dem Drehzahlspitzen gekappt und die Gänge früher gewechselt werden. Das Maßnahmen-Paket reicht erst mal, denn die Kernwettbewerber Audi RS 6 und BMW M5 verbrauchen rund 14 Liter/100 km.
Die weltweite Wirtschaftskrise beutelt AMG mit seinen teuren, starken Autos anscheinend weniger stark als Mercedes selbst. Noch 2008, im Jahr des Krisen-Beginns, konnte AMG rund 24.200 Fahrzeuge absetzen – ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2007 mit 20.300 Einheiten. Zum Vergleich: Die BMW M GmbH verzeichnete von 2007 auf 2008 sogar ein Plus von rund 50 Prozent (auf 24.186 Einheiten in 2008). Als Grund für dieses außerordentliche Wachstum muss allerdings der neue BMW M3 gesehen werden, der 2008 sein erstes volles Produktionsjahr erlebte und zudem durch die Varianten M3 Limousine und M3 Cabrio ergänzt wurde. AMG nennt als Gründe für den guten Geschäftsverlauf in 2008 die neuen Wachstumsmärkte China und Brasilien.
Hinter vorgehaltener Hand erklärt ein Marketing-Manager die wichtige Rolle, die AMG für Mercedes spielt: „AMG ist für Mercedes viel wichtiger als M GmbH oder RS für BMW oder Audi. Denn Mercedes selbst hat in der Kundenwahrnehmung immer noch ein weniger sportliches Image, das haben auch die Millionen für Formel 1 und DTM nur leicht verändert.“ Stimmt, denn die Produkte von A- bis S-Klasse stehen mehr für Komfort und Sicherheit denn für Dynamik. Kunden, die mehr Sportlichkeit und Leistung wünschen, muss AMG auffangen, sonst könnten sie zu den dynamischeren Marken Audi und BMW wechseln. So ist es auch logisch, dass Mercedes einen AMG als Safety-Car in der Formel 1 platziert und mit einem eigenen VIP-Verkauf AMG-Modelle zu günstigen Konditionen an Formel-1-Fahrer und andere Promis abgibt.
Damit auch die weniger prominenten, aber gleichwohl gut situierten AMG-Fahrer den Spaß am Power-Auto behalten, hat Mercedes bereits 2007 die AMG Driving Academy gegründet. Das Programm der Fahr-Events bietet „ambitionierten Sportwagen-Enthusiasten“ die Möglichkeit, ihre Fahrzeugbeherrschung zu verbessern. Unter dem Motto „Von den Schnellsten lernen“ geht es heiß und quer zur Sache. Rennstrecken-Training mit exakter Data-Recording-Analyse steht ebenso auf dem Programm wie driftfreudiges Winter-Driving in Arjeplog, Nordschweden. Neu im Instruktoren-Team ist Ex-DTM-, -ITC- und -FIA-GT-Meister Bernd Schneider.







[...] gibt wohl kaum ein Fahrzeug, welches mehr zwei Seelen vereint wie der neue Mercedes E 63 AMG. Unter der Woche wird er ganz brav durch die Stadt zur Arbeit bewegt und am Wochenende geht es auf [...]