Auto-Pressevorstellungen: Franz Josef Strauß hätte seine Freude gehabt …?
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Für Motorjournalisten ist der Münchner Flughafen schon lange Umsteige-Bahnhof in diverse Charter-Flieger. Mehr und mehr wird er auch selbst zum Veranstaltungsort.
Münchens Franz Josef Strauß-Flughafen wird immer öfter zum Dreh- und Angelpunkt für Automobil-Presseveranstaltungen – nicht zuletzt weil Unternehmen so Kosten reduzieren. Oft können sich die Motorjournalisten dort sozusagen die Wagenschlüssel der verschiedensten Marken in die Hand geben.
Derzeit bekommen im Airport-Kempinski, direkt neben dem Lufthansa-Terminal, die Journalisten den VW Golf GTD als Testfahrzeug ausgehändigt. Auf der Teststrecke Richtung Kitzbühel grüßt übrigens ein original Race Touareg, um die VW-Dieselkompetenz zu unterstreichen. Derweil hat sich Porsche auf der großen Plaza vor demselben Terminal zur Panamera-Pressetestfahrt eingerichtet. Um – sozusagen vor der Haustür von BMW – dem Anspruch und der Zielrichtung ihres ersten viertürigen Sportwagens Nachdruck zu verleihen, haben die Stuttgarter auch gleich noch die gesamte Frontpartie der riesigen An- und Abflughalle zu Reklamezwecken für ihr neuestes Produkt angemietet. Wen stört’s da schon, wenn Autovermieter Sixt direkt daneben mit einem 5er BMW wirbt. So sieht denn alles nach Eintracht aus, was in Wirklichkeit knallharter Wettbewerb ist.
Keine 100 Meter weiter befindet sich das Audi-Zentrum, das ebenfalls häufig als Anlaufstelle für Presse-Vorstellungen genutzt wird. Und BMW selbst nutzt seit Jahren einen Teil des Flughafengeländes als Terrain für sein Fahrsicherheits-Training und als Handlingpiste, um Autojournalisten ausprobieren zu lassen, was man in München unter „Freude am Fahren“ versteht.




