Toyota RAV4: kompaktes SUV, jetzt in schicker Schale
1. Juli 2010 – 09:37 | Kein Kommentar

Toyota hat den RAV4 dezent überarbeitet. Weiterhin gibt es das kompakte SUV wahlweise mit Front- und Allradantrieb ab 23.800 Euro. 
Früher wurden japanische Automobile als Kopien bereits bestehender Modelle noch mit Mitleid belächelt. Mit dem RAV4 …

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1. Teil – Audi: runterschalten und Vollgas zum Überholen

Geschrieben von Michael Kirchberger am 25. Juni 2009 – 08:04
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Audi lädt die Medien aufwändig zum Qualitäts-Workshop ein und setzt nun an, BMW zu überholen. Hier die Vorgeschichte.

Der Bayern-Zwist war bis vor wenigen Jahren gar keiner. Die Könige saßen, wenn überhaupt, nur in München und trugen die Kronen des Reihensechszylinders, des Hinterradantriebs und der uneingeschränkten Freude am Fahren. BMW war aus Ruinen erfolgreich auferstanden und hat es nicht weniger gut verstanden, das autogeile Volk mit Leistung und Design anzufixen. Die Buchstaben-Kombinationen ti oder gar tii waren Glaubensbekenntnisse, die keine Technik anderer neben sich duldeten. Dann aber rückte ein weiterer einstiger Wackelkandidat heran und beanspruchte für sich, einen Vorsprung durch Technik zu erzielen.

Audi, 1966 vollständig unter die Fittiche von Volkswagen geraten und geführt vom Qualitator „Fugen-Ferdl“ Piëch, äußerte bald zarten Anspruch, den bayrischen Thron-Sitz des Automobils nach Ingolstadt zu verlegen. Und dies, obwohl das Antriebskonzept dem der Münchner in der angestrebten Leistungsklasse eindeutig unterlegen war. Der Frontantrieb stand als nicht unerheblicher Makel den Erfolgsgelüsten der Männer von der Donau entgegen. Flugs wurde daher ein Allradantrieb entwickelt, gleich mit einem griffigen, klangvollen Namen versehen und mit Rallye-As Walter Röhrl ein Botschafter erster Güte verpflichtet.

Audi Sport quattro S1: Einstiges Allrad-Aushängeschild für den Sieg am Pikes Peak, USA, 1987 mit Walter Röhrl am Steuer – so wurde der quattro populär gemacht

Audi Sport quattro S1: Einstiges Allrad-Aushängeschild für den Sieg am Pikes Peak, USA, 1987 mit Walter Röhrl am Steuer – so wurde der quattro populär gemacht.

Audi ist quattro, und dass der Röhrl auf Opel Weltmeister wurde, weiß heute auch kein Mensch mehr. Jetzt aber mal alle Häme beiseite – der Audi-Weg ist einer der erfolgreichsten der Automobilgeschichte. Gestärkt von VW-Volumen-Technik haben es die zwar wechselnden, aber stets sorgfältig ausgewählten Bosse verstanden, die Marke auf Kurs zu bringen. Und der wurde spätestens seit Einführung des Audi 100 im Jahr 1968 als Premium benannt. Der Begriff war damals zwar noch nicht geboren, aber der Drang zu Höherem war unübersehbar.

Heute wird die Marke mit den vier Ringen ohne Zögern in einem Atemzug mit BMW und Mercedes-Benz genannt. Die Markterfolge in China und in anderen Teilen der Welt sind beeindruckend, die leise Schwäche in den Vereinigten Staaten gleichen die Ingolstädter damit locker aus. Daher stehen die Damen und Herren um den aktuellen Vorstandsvorsitzenden Rupert Stadler, ein ruhig und besonnen wirkender Mensch, zurzeit auf dem Sprung und unter Strom, um den Erzrivalen in München zu überholen. Bei BMW gehen die Geschäfte dem Vernehmen nach schlecht. Der 1er stünde bleiern, heißt es, und die zu Spottpreisen in den Markt gepressten Volumen würden in kurzer Zeit als Bumerang die Restwerte der Baureihe und der Marke darüber hinaus arg beeinträchtigen. BMW leidet unter Absatzeinbrüchen bis zu 30 Prozent, nur der Daimler in Stuttgart kann noch lauter klagen. Audi dagegen steigert seinen Marktanteil, und wenn die Tendenz weiterbesteht, werden die Jungs und Mädels mit den vier Ringen in diesem Jahr mehr Autos verkaufen als die Propeller-Kollegen aus der bayrischen Landeshauptstadt.

Die Rezeptur, mit denen der Erfolgssprung vorbereitet wurde, war eine Melange aus eben jenem quattro genannten Allradantrieb, dem Einsatz von Aluminium für bessere Gewichtsverteilung zwischen den Achsen und einer vorzüglichen Arbeit der Lobbyisten und Medienbetreuer, die das Spiel mit der Meinung und der Vorteilsnahme virtuos, engagiert und gleichermaßen durchtrieben beherrschten.

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