2. Teil – Audi: Tech-Day für mehr Aufmerksamkeit
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Audi will BMW überholen und lädt Motorjournalisten zum Qualitäts-Workshop ein. Meisterböcke sollen Maßhaltigkeit sichern helfen.
Jüngster Coup der Audianer ist der Tech-Day (Workshop klingt zu langweilig) für Qualität. Bei diesem Ereignis dozieren die Scharen von Kontrolleuren um den obersten Qualitätssicherer Werner Zimmermann über Fugen-Maße, Meisterböcke und günstige Versicherungseinstufungen. Beim Spaltmaß sei man führend, heißt es. Klar, gilt doch der ehemalige Vorstandschef von Audi und heutige VW-Aufsichtsrat, Ferdinand Piëch, als Fugen-Fetischist.
Die Meisterböcke gibt es als qualitätssichernde, das Produkt weiterentwickelnde Maßnahme innerhalb der Qualitätssicherung, bei der Referenzmodelle für Maßhaltigkeit und Verbesserungen in klimatisierten Hallen stehen. Allein eine Tür habe mehr als 100 Messpunkte, bei den Spaltmaßen sei man von einst 0,6 auf 0,2 Millimeter heruntergekommen. Die sogenannte Null-Fuge sei eine Spezialität von Audi, Qualität sei Chefsache.
Ganz amüsant erscheint dabei die Arbeit der Knister-und-Knarz-Gruppe. Hier werden Autos willkürlich aus der Serienproduktion herausgenommen und über Kopfsteinpflaster und andere Unwegbarkeiten Probe gefahren, um Jagd auf unerwünschte Geräusche zu machen.
- Audi-Meisterbock als Maßstab: höchste Qualität und Maßhaltigkeit als Ziel
Dumm nur, dass der Abteilungsleiter während der Kontrollfahrt für Journalisten ständig quasselte, keine Chance, hier selbst einmal ein Knistern oder Knarzen zu lokalisieren.
Egal, wir nehmen den Audi-Leuten ab, dass sie es ernst mit der Qualität nehmen. Wertigkeit, Präzision und Faszination – diese drei Begriffe bemühen sie für ihre Arbeit. Mit Liebe zum Detail und jener Cleverness, die auch bei der tschechischen Schwester Škoda gepflegt wird, toppen die Ingolstädter ihre Autos, um sie allmählich auf den Olymp der Verkaufsstatistik zu heben.
Zumindest vor die der Münchner, denn genau denen will man es zeigen. Diese schießen unterdessen zurück: Wenn eine Entwicklung im FIZ gemacht wird, dann stünden, so heißt es, die Fenster in Ingolstadt sehr weit offen. Die Lauscher bekämen dann das Format von Elefantenohren. Afrikanischen, versteht sich.




