Jede Menge Turbulenzen vor dem Großen Preis von Deutschland
Ein Kommentar
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Nürburgring-Affäre – der Rücktritt des Finanzministers von Rheinland-Pfalz, Ingolf Deubel – Ecclestones Hitler-Zitate und seine Entschuldigung – alles scheint wichtiger als das F-1-Rennen am kommenden Sonntag.
Mindestens ebenso turbulent wie bei der Eröffnung des neuen Freizeit- und Businesszentrums am Nürburgring, in deren Vorfeld der rheinland-pfälzische Finanzminister seinen Hut nehmen musste, ging es bei einem Meeting von Verantwortlichen aller acht FOTA-Formel-1-Teams mit der Sport-Arbeitsgruppe der FIA zu. Beide schildern in knappen Pressemitteilungen den Verlauf des Treffens zwischen den Formel-1-Teams und den Vertretern des Motorsport-Weltverbandes.
Ein klares Bild der Vorgänge bietet sich allein in Folgendem: Die Formel-1-Teams wurden – abweichend von der vermeintlichen Einigung über zunächst strittige Reglementsfragen – als noch nicht für die kommende Saison offiziell eingeschrieben bezeichnet. Im Wortlaut der FIA liest sich das so: „Die acht FOTA-Teams waren eingeladen, an dem Meeting teilzunehmen …“ Dort wurde ihnen weiter eröffnet, sie seien, was die zu beschließenden Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten angeht, also nicht stimmberechtigt. Die an Knappheit kaum mehr zu unterbietende Pressemitteilung der FIA endet mit dem vielsagenden Satz: „Leider war eine Diskussion nicht möglich, weil die FOTA ‚das Meeting‘ verließ.“ Man sieht sie förmlich, wütend aufstapfend, den Raum verlassen. Da ist also mal wieder das Tischtuch zerrissen, und keiner weiß, wie es weitergeht.
Wenn man dann noch das politische Chaos vor dem Fahrerlager um das neue Freizeit- und Businesszentrum in Betracht zieht und die jüngst hohe Wellen schlagenden Äußerungen des Formel-1-Zampanos Bernie Ecclestone, kann man für das Rennen auf dem Nürburgring am Sonntag nur hoffen, was Altmeister Jack Brabham schon vor Jahrzehnten orakelt hat: „When the flag drops, the bullsh… stops.“


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Guter Bericht! Grüße