Ssangyong Korando – Mehr Hoffnung im zweiten Versuch
31. Mai 2011 – 17:11 | Kein Kommentar

Die koreanische SUV-Marke Ssangyong kommt auf den europäischen Markt zurück.
Ssangyong war nicht besonders erfolgreich bei uns. Die koreanische Marke hatte sich allein dem wachsenden Segment der SUVs verschrieben, mit schrulligen Formen wie der des 4,5 …

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IAA-Trend: Vorfahrt für Elektro-Sportler – „Freude“ und Spaß sollen Stromer attraktiv machen

Geschrieben von am 14. Juli 2009 – 13:43
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Audi, BMW und Mercedes setzen auf Fahrspaß und Lust an der Dynamik. Die Elektro-Sportwagen-Studien SLS und R8 sind das Gegenteil von langsamen Verzichtsmobilen, und bei BMW beschleunigen V8-Hybride so schnell wie Sportwagen, das macht „Freude“. Die IAA  wird eine Elektro-Auto-Ausstellung (EAA?).

Internationale Automobil-Ausstellung – da kann man was erleben, zumindest wenn man dem Motto glaubt: „Erleben, was bewegt“. Mitte September 2009 in Frankfurt werden es vor allem Elektro-Autos sein, die uns bewegen. Natürlich nicht wörtlich, denn anreisen werden die meisten Journalisten ebenso wie die Besucher mit herkömmlichen Autos. Schon Hybride sind Exoten, kein Wunder, denn kein Profi will mit einem Prius aus Köln, Hamburg oder Stuttgart bis nach Frankfurt rollen und sich unterwegs möglicherweise von einem Kollegen mit einem „dickeren Testwagen“ überholen lassen.

Blick ins Cockpit des Mercedes AMG SLS: Serienmäßig kommt der Flügeltürer mit einem 6,2-Liter-V8, doch eine Elektro-Studie begleitet die Präsentation

Blick ins Cockpit des Mercedes AMG SLS: Serienmäßig kommt der Flügeltürer mit einem 6,2-Liter-V8, doch eine Elektro-Studie begleitet die Präsentation.

Auf der Messe selbst erleben wir dann eine vollständig umgekehrte und elektrifizierte Auto-Welt (natürlich nur als Ausblick auf die Zukunft). Kaum ein Hersteller wird es wagen, ohne Hybrid oder Elektro-Auto (selten als Serienversion, meist als Studie) seinen Stand zu eröffnen. Manche Medien sprechen schon im Vorfeld von der „Elektrischen Automobil-Ausstellung“. So lässt sich bereits jetzt absehen, das die PR- und Medien-Maschinerie kaum nachkommt, die vielen E-Autos zu kommunizieren. Gleichzeitig wirkt die beinah gleichgeschaltete E-Auto-Welle wie der Beweis für die Richtigkeit dieser Mobile. Für die Frage, ob E-Autos uns wirklich – wenn sie denn in einigen Jahren mal tatsächlich in nennenswerten Stückzahlen kaufbar und fahrbar sind – helfen, das Klima weniger schnell zu verschlechtern, hat kaum einer Zeit.

Es scheint so, als wollten die deutschen Hersteller mit in zweifacher Hinsicht schnellen E-Auto-Projekten den Rückstand bei der Hybridauto-Entwicklung (gegenüber den Japanern Toyota, Lexus und Honda) wieder wettmachen. Mercedes wird seinen SLS AMG Flügeltürer zusätzlich mit Elektroantrieb präsentieren. Schon der knapp 600 PS starke V8-Benziner-SLS kostet rund 165.000 Euro. Da wird der E-Flügeltürer mit Lithium-Ionen-Akkus und vier Elektromotoren kaum billiger und damit sicher kein klimarelevantes Volumenmodell. Doch seine Mission ist das Wichtigste: Als echter Sportwagen und einem Sprint von 0 auf 100 km/h von unter vier Sekunden soll der E-SLS zukünftige Elektro-Mobile vor dem Makel der Unsportlichkeit und zu viel Öko-Image bewahren.

Prototyp der Mercedes AMG SLS, stark getarnt: So nebenbei haben die AMG-Jungs auch einen Elektro-Antrieb mit vier Motoren verwirklicht

Prototyp der Mercedes AMG SLS, stark getarnt: So nebenbei haben die AMG-Jungs auch einen Elektro-Antrieb mit vier Motoren verwirklicht.

Audi fährt eine ähnliche Strategie und zeigt in Frankfurt neben A5 Sportback und R8 Spyder eine Elektro-Version des R8. Pure Sportlichkeit steht bei den Ingolstädtern ohnehin hoch im Kurs, denn damit wollen sie ihr Markenprofil weiter schärfen und Verkaufserfolge ausbauen. Aus der Bauchlandung mit dem zwar interessanten, aber unschönen Verzichtsmobil A2 haben sie offensichtlich gelernt. BMW hält sich beim Thema E-Auto überraschend zurück. „Auto Bild“ kündigt zwar in der aktuellen Ausgabe 28/2009 eine „geheime Studie zum Thema EfficientDynamics“ an, aber ob das ein E- oder Hybrid-Modell ist, scheint noch unklar. Statt E-Hysterie zeigen die Münchner mit 5er GT und X1 interessante Konzepte und schließlich glänzen sie schon heute dank der serienmäßigen Sparmaßnahmen EfficientDynamics mit dem niedrigsten Flottenverbrauch unter den drei deutschen Premiummarken.

 

Audi R8 5.2: Auf der IAA kommen ein Spyder und ein Elektro-R8 als Conceptcar dazu

Audi R8 5.2: Auf der IAA kommen ein Spyder und ein Elektro-R8 als Conceptcar dazu.

unAUTOdox: Das spannende Thema E-Autos werden wir nicht mehr los. Es wird die IAA im Herbst prägen, denn gerade in Krisenzeiten will kein Hersteller einen neuen Trend verschlafen. Politiker werden sich über das Thema zu profilieren versuchen, und Stromkonzerne planen schon jetzt fest mit einem neuen, profitablen Geschäftsfeld. Fest steht: Für die Mehrzahl der individuellen Mobilitäts-Anforderungen reicht ein E-Auto, auch wenn die Reichweite unter 200 Kilometer liegt. Für manche Fahrten wird es wohl nie tauglich sein, wie zum Beispiel für die 800-km-Reise an einem Tag durch Deutschland von Nord nach Süd. Hier bleibt der herkömmliche Pkw (am besten mit Dieselmotor) mittelfristig unschlagbar, und dabei wahrscheinlich auch mit der besten Gesamt-Energiebilanz.


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