Neues VW Golf Cabrio – laut VW „definitiv ohne Schiebedach“
23. Februar 2011 – 10:43 | Kein Kommentar

Jetzt kann der frisch modellgepflegte VW Eos einpacken. Mit der ersten Information zum neuen Golf Cabrio macht sich VW sogar selbst lustig über den Blech-Klappdach-Versuch.
Bestellen kann man ab sofort, ausgeliefert werden die ersten VW Golf …

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Ein RUF wie Donnerhall: Hier sind Traum-Sportwagen und E-Mobil kein Widerspruch

Geschrieben von am 22. Juli 2009 – 07:50
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Er ist Hersteller von Automobilen und als solcher Mitglied im Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA), erklärtermaßen „kein Tuner“. Er baut Autos mit 700 PS und neuerdings einen hammerharten Elektro-Porsche. Den Strom dazu kann er im firmeneigenen Wasserkraftwerk produzieren. Ein Besuch bei einem Mann mit tollen Ideen – bei Alois Ruf.

Vor dem Empfangspavillon an der Ortseinfahrt zu Pfaffenhausen stand ein knallroter RUF CTR 3. Wobei das nüchterne Kürzel für Uneingeweihte nur höchst unzureichend wiedergibt, wes Geistes Kind dieser Sportwagen der Superlative ist. Das wird aber schnell klar durch die Art, wie Alois Ruf (59), in Fachkreisen als Porsche-Veredler („wir sind kein Tuner“) von hoher Reputation bekannt, seine Ideen, sein Geschäftsmodell und speziell die jüngste Kreation seines Unternehmens Ruf Automobile präsentiert. Uneitel, aber selbstbewusst, ruhig und überlegt, dabei aber vor Begeisterung sprühend und in den Gedanken temperamentvoll, erzählt er über die Flunder, die er noch an diesem Abend an ihren Käufer, einen Griechen mit offenbar dem nötigen Kleingeld, ausliefern wird.

Alois Ruf, ganz rechts liebevoll die Hand auf die Seitenscheibe seines neuesten CTR 3 legend, ist immer gern bereit, die Raffinessen seines 700 PS-Sportwagens zu erklären

Alois Ruf, ganz rechts liebevoll die Hand auf die Seitenscheibe seines neuesten CTR 3 legend, ist immer gern bereit, die Raffinessen seines 700-PS-Sportwagens zu erklären.

Rufs CTR 3 hat wohl nach wie vor leichte Anklänge an bekanntes Porsche-Design, ist indessen eine völlig andere Konstruktion, die sich insbesondere durch kompromisslose Mittelmotorbauweise auszeichnet. Ist schon der optische Eindruck schlicht überwältigend, so verschlägt es einem beim Betrachten der technischen Daten schlicht den Atem: 515 kW (700 PS) entlocken die Ruf-Mannen dem aufgeladenen 3,8-Liter-Boxermotor. Bei 4.000 U/min wuchtet die Kurbelwelle souveräne 890 Nm Drehmoment. Da das gesamte Wunderwerk gerade mal 1.400 kg wiegt, entspricht das einem Leistungsgewicht von zwei Kg/PS, weshalb man über Werte wie null auf 100 in 3,2 Sekunden und Top Speed 375 km/h zwar staunen mag, verwundern tun sie aber nicht. Eine klitzekleine Kostprobe liefert Ruf, als er davonfährt, um das Traumauto seinem neuen Eigentümer zuzuführen: In dezenter Fahrt absolvierte er eine Ehrenrunde im Kreisverkehr vor seinem Betrieb, dann gibt er dezent, aber hörbar Gas und verschwindet im Abendlicht.

Etwa 25 Exemplare (Verkaufspreis 420.000,– €) des CTR 3 baut Ruf im Jahr – das sorgt auch in Tagen der weltweiten Wirtschaftskrise für die Auslastung dieses Geschäftszweiges. Ruf bearbeitet aber noch zwei weitere Geschäftsfelder: In der Manufaktur mit einer geräumigen Werkstatt und zwei Motorenprüfständen werden Veredelungen und Leistungssteigerungen an Porsche-Fahrzeugen vorgenommen. In einem weiteren Betrieb arbeiten hoch spezialisierte Enthusiasten an der Restaurierung historischer Porsche-Modelle. Wunderschöne alte Autos stehen da, etwa ein schwarzes 356 Super 90 Cabrio oder einer der ersten 901, wie der Elfer zunächst hieß, bevor er wegen einer Namensrechts-Angelegenheit auf 911 umgetauft wurde. Aber auch erbarmenswürdige Fragmente kann man sehen, aus denen die Fachleute binnen zweier Jahre quasi Neuwagen herstellen. Aber streng unter Verwendung der geretteten ursprünglichen Teile.

Ruf CTR 3: Ganz viel Technik und allerfeinste Handarbeit in dem wenigen Raum, der zwecks optimaler Achslastverteilung hinter der Fahrgastzelle und vor den Rädern im Formel 1-Format bleibt

RUF CTR 3: Ganz viel Technik und allerfeinste Handarbeit in dem wenigen Raum, der zwecks optimaler Achslastverteilung hinter der Fahrgastzelle und vor den Rädern im Formel-1-Format bleibt.

Ein Highlight aus der Ideen-Schmiede der sympathischen Unterallgäuer ist der eRUF Greenster. Der sorgt im Zuge des derzeitigen Elektro-Hypes für so viel Interesse und Aufsehen, dass er von einer Ausstellung zur anderen tingeln muss. Der eRUF Greenster basiert auf dem aktuellen Porsche 911. Unter der Haube sorgt ein Drehstrommotor für Vortrieb, der anstelle des Sechszylinder-Benzinmotors im Heck des 911ers sitzt. Der Elektromotor leistet 270 Kilowatt, das entspricht 367 PS, und er bietet bis zu 950 Nm Drehmoment, praktisch aus dem Stand. Mit dem Elektroantrieb beschleunigt der eRuf in fünf Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Die für das Jahr 2010 geplante Kleinserie wird mit einem Doppelmotorkonzept arbeiten, dem innovativen integralen eDrive. Und wenn man Alois Ruf auf das Thema Energiebilanz anspricht, hat er eine klare Antwort parat: „Wir machen unseren Strom selbst – in unserem eigenen Wasserkraftwerk.“ Der Mann denkt viel weiter, als es der Donnerbolzen vor dem Empfangspavillon hätte erwarten lassen.


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