Ssangyong Korando – Mehr Hoffnung im zweiten Versuch
31. Mai 2011 – 17:11 | Kein Kommentar

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Toyota Prius: dritte Generation des Hybrid-Vorreiters

Geschrieben von am 24. Juli 2009 – 08:29
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3 Kommentare
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Der Erste war hässlich, der Zweite nicht viel schöner und Nummer drei bleibt der Linie treu, wenn auch deutlich kantiger. Ein Hybrid muss anders aussehen als ein „normaler“ Benziner hatte Toyota einst erklärt – jetzt vermelden die Strategen, dass 2010 auch der brave Auris als Hybrid kommt.

Rückblick: Was 1997 mit dem ersten Prius begann, hat sich von dem einst belächelten Öko-Mobil längst zum etablierten Massenprodukt entwickelt. Mittlerweile kann Toyota als Vorreiter in Sachen Hybrid-Technologie rund 1,8 Millionen verkaufte Fahrzeuge und einen über zwölfjährigen Erfahrungsschatz vorweisen.

Während andere Hersteller noch an diversen Hybrid-Prototypen arbeiten, kann da einzig Honda mithalten, die seit zehn Jahren den gleichen, alternativen Weg bestreiten. Aktuell soll der brandneue Insight dem Prius Paroli bieten. Beide werden sowohl von einem Benziner als auch von einem Elektromotor angetrieben. Im Unterschied zum Toyota handelt es sich beim Honda um einen kostengünstigeren „milden Hybriden“, bei dem der Elektromotor unterstützend eingreift, während der „Vollhybrid-Prius“ kurze Strecken rein elektrisch meistern kann.

Toyota Prius, dritte Generation: rund zwei Kilometer kann der Vorreiter rein elektrisch fahren

Toyota Prius, dritte Generation: Rund zwei Kilometer kann der Vorreiter rein elektrisch fahren.

Viel Feinschliff im Detail verspricht jetzt die dritte Neuauflage des Prius. Seine futuristisch geformte Karosserie weist einen für diese Fahrzeugklasse sehr guten cw-Wert von 0,25 auf. Die Antriebskomponenten der jüngsten Hybrid-Generation wurden nicht nur leichter, sondern benötigen auch weniger Raum. Das schafft wiederum mehr Platz im Innern, der den Gästen im Fond sowie dem Gepäckraum zugutekommt. Gleichzeitig stieg die Systemleistung mit neuentwickeltem 1,8-Liter-Benziner und kräftigerem E-Motor von 113 auf 136 PS. Trotzdem soll der Prius im Schnitt nur 3,9 Liter Superbenzin, zehn Prozent weniger als der Vorgänger, verbrauchen und dabei nur 89 Gramm CO2 emittieren.

Noch extravaganter als das Blechkleid geht es im Innenraum zu. Das Zwei-Zonen-Cockpit präsentiert sich mit mittig angeordneter Instrumentierung und scheinbar frei schwebender Mittelkonsole. Auf ihr thront der ultrakurze, blaue Wählhebel für das stufenlose Planetengetriebe. Ein Head-up Display im unteren Teil der Windschutzscheibe informiert den Fahrer über die gerade gefahrene Geschwindigkeit oder blendet bei Bedarf den Abbiegepfeil des optional erhältlichen Festplatten-Navigationssystems ein.

So satt stand noch nie ein Prius auf der Straße, das kantige Design wirkt dynamisch

So satt stand noch nie ein Prius auf der Straße, das kantige Design wirkt dynamisch.

Ebenso neu für diese Fahrzeugklasse ist das Schiebedach mit integrierten Solarzellen. Sie versorgen den Gebläsemotor mit Strom, der die Innenraumtemperatur des geparkten Prius herunterkühlt. Mittels Fernbedienung lässt sich sogar für kurze Zeit die elektrische Klimaanlage hinzuschalten, die dann vom Hybrid-Batterie-Pack unter dem Ladeboden gespeist wird.

Spürbare Vorteile gegenüber seinem Vorgänger verbucht der Prius III schon auf den ersten Kilometern. Das überarbeitete Fahrwerk rollt harmonischer über Unebenheiten ab, die neu abgestimmte elektrische Servolenkung vermittelt mehr Fahrbahnkontakt und fühlt sich nicht mehr so synthetisch an wie beim alten Prius. Da zudem die Antriebseinheit an Leistung zugelegt hat und der Verbrennungsmotor über 300 Kubikzentimeter mehr Hubraum verfügt, treibt das stufenlose Getriebe den Benziner unter Last auch weniger häufig in hohe Drehzahlen, was letztendlich die Nerven schont. Insgesamt erweist sich der neue Prius als leiser, da ihm Toyota nun eine effizientere Geräuschdämmung mit auf den Weg gegeben hat.

Drei Betriebs-Modi für den Hybrid-Antrieb: Rein elektrisch, kombiniert sparsam und mit voller Power (PWR)

Drei Betriebs-Modi für den Hybrid-Antrieb: rein elektrisch, kombiniert sparsam und mit voller Power (PWR)

Das Zusammenspiel beider Antriebskomponenten erfreut mit reibungsloser Alltagstauglichkeit. Im Fahrbetrieb kann der Fahrer drei Fahrmodi per Tastendruck abrufen. Im Eco-Modus geht der Prius besonders schonend mit dem Kraftstoff um. Wird dagegen der Power-Knopf gewählt, stellt die Antriebseinheit ihre maximale Leistung zur Verfügung. Und im EV-Programm stromert er rein elektrisch durch die City: Je nach Ladezustand seiner Batterie schafft er es dann gut zwei Kilometer weit und mit einem maximalen Tempo von 45 km/h.

Für Toyota hat die Hybridtechnologie ein hohes Zukunftspotenzial. Bereits im Dezember 2009 starten die Japaner ein dreijähriges Forschungsprojekt mit Prius Plug-in-Modellen. Leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien, anstelle der herkömmlichen Nickel-Metall-Hydrid-Akkus, sollen die elektrische Reichweite auf 30 Kilometer erhöhen. Aufgeladen wird – quasi über Nacht – an jeder herkömmlichen Steckdose. Dies könnte besonders für Kurzstrecken-Pendler einmal interessant werden. Wann der Prius Plug-in die Serienreife erlangen wird, steht hingegen noch in den Sternen. Keine Zukunftsmusik mehr ist dagegen der Auris HV. Er kommt 2010 auf den Markt und wird das Hybrid-Programm – wenn auch in weniger futuristischem Design – ergänzen.

 

Mitte 2010 soll der in England gebaute Auris Hybrid kommen – So schnell ist VW mit dem Golf bestimmt nicht

Mitte 2010 soll der in England gebaute Auris Hybrid kommen – so schnell ist VW mit dem Golf bestimmt nicht.

unAUTOdox: Deutschland, aufwachen! Während Mercedes mit einem Mild-Hybrid marktreif ist (haben Sie eigentlich schon mal einen S 400 Hybrid auf der Straße gesehen?), plant BMW für den Winter einen Voll-Hybrid des X6. Ansonsten herrscht Ruhe im Land der Automobil-Erfinder. Das heißt, es gibt keine weiteren deutschen Hybride zu kaufen. So beschränken sich VW-Audi-Porsche, aber auch Renault, Peugeot, Volvo und der Rest Europas auf die Ankündigungs-Politik. Da werden Studien gezeigt, Prototypen vorgestellt und nur ungenaue Termine genannt. Leute, kommt in die Puschen, sonst glaubt der Weltmarkt, deutsche Ingenieure kümmerten sich nicht um die Umwelt, egal ob es stimmt oder nicht.

3 Kommentare »

  • Horst sagt:

    Na ja, der Prius sieht zwar nicht sooo schlecht aus, aber so toll auch nun wieder nicht. Und für die Autobahn ist die Kiste immer noch nicht zu gebrauchen, da ist ein TDI einfach flotter und vor allem sparsamer.

  • PS Müller sagt:

    Naja, es mag ja sein, dass in Deutschland die TDIs den Hybridfahrzeugen davon fahren, aber auch nur auf der Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. In Städten und Tempo-100-Strecken spielt der Hybrid doch den Diesel doch an die Wand. Und da haben die deutschen Hersteller einfach gepennt, das muss man so sagen. Was Toyota mit seinen Modellen zeigt, hat doch mindestens fünf Jahre Entwicklungsvorsprung. Und sooo schlecht sehen die Autos auch nicht aus.

  • [...] Japaner zeigen schon seit langem, dass Hybrid-Technologie reibungslos funktioniert, wie Toyota Prius und Honda unter anderem mit dem CR-Z eindrucksvoll beweisen. Aber auch bei Ford ist man in Sachen [...]

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