BMW steigt aus Formel 1 aus
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Nach nun 59 gefahrenen Rennen heißt es für Quick Nick und Robert Kubica: neuen Job suchen. Und auch die rund 730 Mitarbeiter in München und Hinwil (Schweiz), die für die Rennwagen zuständig sind, brauchen langfristig ein neues Betätigungsfeld.
Jetzt ist es raus: BMW will sparen und streicht ab nächster Saison sein Formel-1-Engagement mit dem BMW Sauber F1 Team. Tragisch? Nö, aber dennoch für viele Fans sehr enttäuschend.
Seit BMW 2006 die Mehrheit des Sauber-Teams übernommen hatte, konnten die Münchner mit ihrem Fahrer Robert Kubica und Nick Heidfeld lediglich einmal, und zwar beim GP von Kanada am 8. Juni 2008, gewinnen. Auf Dauer ist das für das Millionenspiel F1 definitiv zu wenig. Da tröstet auch nicht der gute dritte Platz in der Saison 2008 (mit 135 WM-Punkten in der Konstrukteurswertung).
In der Saison 2009 läuft es für BMW weitaus schlechter, obwohl die Münchner den Kampf um die WM-Krone angesagt hatten: In den bisher sieben Rennen gab es nur einen zweiten Platz, bisher lediglich vier Punkte in der Konstrukteurswertung und im WM-Rang nur den drittletzten (achten) Platz. Das kann nicht zufrieden stellen, und der Traum vom WM-Titel ist in weite Ferne gerückt. Außerdem passt die verschwenderische F1 nicht mehr in die Markenstrategie der Münchner: Sie setzen auf das Spritsparpaket Efficient Dynamics, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein ihrer Fahrzeuge.
Ist das nur der Anfang vom Ende der Formel 1? Sicher nicht, aber weitere Teams könnten BMW folgen und sich vom dem millionenschweren Engagement in der Königsklasse des Motorsports verabschieden. Ich denke da an Toyota und Renault. Der Ausstieg sorgt jedenfalls in der Formel 1 für Unsicherheit, wie die Süddeutsche Zeitung vermutet.


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Die Begründung für den Formel 1 Ausstieg von BMW ist schlicht fadenscheinig. Man kann nicht zugeben, dass man resigniert angesichts der desaströsen Performance. Man kann auch nicht eingestehen, dass – was verständlich ist – die ganze Geschichte in diesen Tagen (und wer weiß, was für welche noch kommen) viel zu teuer geworden ist. Stattdessen wird die Außenwelt mit Nachhaltigkeits-Blabla für dumm verkauft.
Zugegeben, BMW ist wie andere verschaukelt worden, als man bei der Sportbehörde nachgefragt hat, ob Sachen wie der Doppeldiffusor legal seien – und sie sind von dort aus gewarnt worden. Dasss die FIA dann diese Technik doch für legal erklärt hat, um wettzumachen, was sie mit einem interpretationsfähigen Reglement verbockt hat, hat BMW und andere auf dem falschen Fuß erwischt. Aber – andere, Ferrari und Co, haben sich berappelt und performen jetzt wieder vorne mit. Warum BMW nicht? Wir werden es nicht erfahren. Und was noch schlimmer ist, BMW kann den Beweis nicht mehr antreten, dass man es dort auch könnte – wie es einer sportlichen Premium-Marke gut anstünde. Schade für die Marken, schade um den Sportsgeist – Nachhaltigkeit hin oder her. Bleibt abzuwarten, ob andere Hersteller das Beispiel BMW zum Vorwand nehmen, ebenfalls auszusteigen. Mercedes und Toyota haben sich eilfertig und laut zur Formel 1 bekannt, Renault noch (!?) nicht. Hat das was zu bedeuten? Der Formel 1 stehen harte Zeiten bevor.
[...] Leben: Der eine geht, der andere kommt. Mit dem einen ist das BMW Sauber Formel 1-Team gemeint, die gestern bekannt gaben, dass sie in der nächsten Formel 1-Saison nicht mehr mitfahren. Mit dem anderen [...]
[...] Rede ist von BMW, die bekannt gaben, dass sie in der nächsten Saison nicht mehr in der Formel 1 fahren – aus Kosten- und Umweltgründen. Man darf bezweifeln, dass es diese beiden Punkte [...]