Abwrackprämie USA
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Der Erfolg der Abwrackprämie in Deutschland und anderen europäischen Ländern scheint sich auch in den USA zu wiederholen.
Mit dem Programm „Cash for Clunkers“ (Bargeld für Schrottlauben) gibt die Obama-Regierung seit Anfang Juni einen Kaufanreiz für neue Autos. Alte Wagen mit einem hohen Verbrauch sollen gegen neue, umweltfreundlichere Modelle eingetauscht werden. Gezahlt werden 4.500 Dollar pro Schrottauto. Insgesamt steht eine Milliarde Dollar zur Verfügung.
Die US-Käufer haben jetzt die Wahl. Sie können nicht nur zu den US-Produkten greifen, sondern auch zu Importen. Doch wer „proud of his country“ ist, der unterstützt natürlich lieber seine heimischen Unternehmen. So wundert es auch kaum, dass von den bisher 250.000 verkauften Autos vor allem Ford, Chrysler und GM gewählt wurden. Detaillierte Zahlen gibt es hier oder bei Zeit.de.
Am meisten profitiert der Ford Focus in der US-Version von der Abwrackprämie. Das verwundert nicht, denn im Unterschied zur deutschen Prämie ist in den USA der Bonus nicht mit dem Alter des Altfahrzeugs, sondern mit dem Verbrauch gekoppelt: Spritfressende SUVs und Trucks werden daher nicht gefördert. Ford ist bisher der große Gewinner der Kaufanreize und konnte das erste Mal seit zwei Jahren wieder seinen Umsatz steigern. Ausführlicheres gibt es bei Handelsblatt.com.
Auch deutsche Premiumfahrzeuge konnten von den Fördermitteln bisher nicht profitieren, obwohl kraftstoffsparende Technik zum Teil unter der Haube steckt. Die Talfahrt konnte BMW (minus 26,7 Prozent), Mercedes (mit Smart minus 24,2 Prozent), Porsche (minus 47 Prozent zum Vorjahresmonat) nicht stoppen. Audi verlor zwar auch, aber im Vergleich zu seinen deutschen Mitbewerbern lediglich 5,8 Prozent zum Vorjahresmonat.
Bleibt abzuwarten, ob die Abwrackprämie in den USA genauso ein Strohfeuer werden wird wie bei uns in Deutschland. Denn meiner Meinung nach sind es lediglich vorgezogene Autokäufe von Privatkunden, die dann in den nächsten drei bis fünf Jahren ausbleiben. Und obwohl das nur noch rund die Hälfte des verkauften Gesamtmarktes ausmacht, gibt das noch ein böses Erwachen. Bei uns spätestens im Januar 2010.


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