Toyota RAV4: kompaktes SUV, jetzt in schicker Schale
1. Juli 2010 – 09:37 | Kein Kommentar

Toyota hat den RAV4 dezent überarbeitet. Weiterhin gibt es das kompakte SUV wahlweise mit Front- und Allradantrieb ab 23.800 Euro. 
Früher wurden japanische Automobile als Kopien bereits bestehender Modelle noch mit Mitleid belächelt. Mit dem RAV4 …

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Jetzt wird’s ernst – der erste Stromer kommt

Geschrieben von Michael Kirchberger am 10. August 2009 – 10:30
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Mitsubishi kündigt mit dem i-MiEV das erste marktfähige E-Auto für Deutschland an. Der i-MiEV soll ab 2010 mit einer Batterieladung 140 Kilometer weit kommen und möglicherweise rund 34.000 Euro kosten.

Die Woge der Elektroautos droht schon im nächsten Jahr über uns hereinzubrechen. Mitsubishi kündigt jetzt den Verkaufsstart des bereits mehrfach auf Messen ausgestellten E-Wagens i-MiEV (Mitsubishi Innovative Electric Vehicle) an. 2010 soll der 3,4 Meter lange Viersitzer auf den Markt kommen. Zu Preisen gibt der Importeur noch keine offizielle Auskunft, in Tokio zumindest kostet das Elektrofahrzeug samt Batterie umgerechnet rund 34.000 Euro.

Mitsubishi i-MiEV: Ende 2010 kommt der elektrische Stadtwagen auf den deutschen Markt – Stadtwerke, Öko-Firmen und Energieanbieter werden zu den Kunden gehören

Mitsubishi i-MiEV: Ende 2010 kommt der elektrische Stadtwagen auf den deutschen Markt – Stadtwerke, Öko-Firmen und Energieanbieter werden zu den Kunden gehören.

Möglich ist ein Leasingmodell für Deutschland, bei dem der Kunde den Akku nur auf Dauer mietet. Der soll nach zehn Jahren noch eine Leistung von 80 Prozent haben, die Herstellergarantie läuft über fünf Jahre oder 100.000 Kilometer. Dann käme der i-MiEV auf einen Preis von deutlich unter 30.000 Euro. Was nicht viel günstiger erscheint, aber bei heutigen Spritpreisen und den günstigen Kosten für regenerativen Strom würde ein Wagen wie der i-MiEV bei einer Fahrleistung von 30.000 Kilometern im Jahr auf dieser Strecke elektrische Energie für rund 400 Euro brauchen. Ein Porsche Turbo dagegen belastet die Kasse mit etwa 6.300 Euro.
Matthias Willenbacher, Chef der Energie-Planungsunternehmen Juwi in Wörrstadt bei Mainz, sieht die Entwicklung noch dramatischer: Bei steigenden Rohölkosten sähe die Rechnung noch günstiger für das Elektroauto aus, sagt er. Aktuell kostet ein Barrel Öl etwa 63 Dollar, erwartet wird ein Anstieg in den kommenden Jahren auf 120 bis 180 Dollar. 2150, so der Jungunternehmer, der 350 Windkraftanlagen und Photovoltaik-Kraftwerke baut, sei dann ohnehin Schluss mit Öl und Kohle, dann wären die Ressourcen fossiler Rohstoffe erschöpft.

Presse-Rummel um den i-MiEV – Stromtanken als Medien-Ereignis: Ab wann ist das unsere tägliche Praxis?

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Der i-MiEV ist ein gut geschnittener Stadtwagen. Im Fond sind die Platzverhältnisse für zwei ordentlich, vorne ist man noch besser aufgehoben. Rund 1.100 Kilogramm wiegt das Vehikel, Raum für Gepäck ist im Kofferraum klassengerecht gegeben. Die Batterie – ein Lithium-Ionen-Akku mit einer Leistung von 16 kWh und 330 Volt Spannung – ist unter dem Wagenboden eingebaut, das senkt den Schwerpunkt und macht die Fahreigenschaften sicher. Der i-MiEV hat etwa 30 Zentimeter Wat-Tiefe, kann also bei Überschwemmungen schadlos durch tiefe Wasserpfützen gesteuert werden, ohne dass seine Insassen einen Stromschlag erleiden. Außerdem bestehe er die japanischen Crash-Test-Anforderungen mühelos und ist komplett ausgestattet, sagt Mitsubishi. Klimaanlage und elektrische Fensterheber gehören unter anderem dazu.

Kabel steckt, Mitsubishi i-MiEV lädt – Ökostrom-Lieferanten hoffen auf ein goldenes, abgasfreies Zeitalter

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Für 140 Kilometer soll eine Batterieladung etwa reichen. Vorausgesetzt, die Fahrroute führt nicht über steile Berge, die maximale Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h wird nicht allzu häufig bemüht und die elektrischen Verbraucher an Bord werden mit Bedacht eingesetzt. Dass eine mit maximaler Leistung arbeitende Klimaanlage die Reichweite beeinträchtigt, gibt der Hersteller unumwunden zu.
Das Fahren mit dem Elektrowagen ist unschwierig. Der Motor leistet 47 kW (64 PS) und liefert eine Drehmomentspitze von 180 Nm aus dem Stand heraus. Ähnlich wie bei einem Automatikgetriebe lassen sich unterschiedliche Konfigurationen einstellen. Für die Überlandfahrt gibt es die Stufe D, für Fahrten in der Stadt die Wahlmöglichkeit Eco, bei der die Leistung auf 24 kW begrenzt wird und der Energievorrat geschont wird. Bei langen Bergabfahrten kann mit der Stufe B (für Brake) die Energierückgewinnung über die Umpolung des Motors gesteigert werden. Eine Verbrauchsanzeige im Cockpit zeigt an, wie ökonomisch der Fahrer unterwegs ist.

Wenn die Batterie leer ist, dauert es sieben Stunden, um sie am haushaltsüblichen Stromanschluss mit 230 Volt Wechselstrom wieder aufzuladen. Steht 380-Volt-Drehstrom zur Verfügung, genügen 30 Minuten, um die Batterie auf 80 Prozent Füllstand zu bringen.

Matthias Willenbacher von Juwi erklärt woher der Strom kommt und sogar das ZDF berichtet, der kleine Stromer parkt im Hintergrund unter einem Solar-Dach

Matthias Willenbacher von Juwi erklärt, woher der Strom kommt, und sogar das ZDF berichtet; der kleine Stromer parkt im Hintergrund unter einem Solar-Dach.

160 Windkrafträder, von denen jedes im Jahr fünf Megawatt erzeugt, würden laut Matthias Willenbacher genügen, um den Jahresbedarf an elektrischer Energie von einer Million Elektrofahrzeugen wie den gerade vorgestellten Mitsubishi i-MiEV zu generieren. Sofern es im Zuge des Klimawandels nicht zu stürmisch wird. Denn bläst der Wind zu stark, müssen die Rotoren der Kraftwerke stillgelegt werden. Ihre Flügelspitzen würden sonst annähernd Schallgeschwindigkeit erreichen und würden unter den Einflüssen der Fliehkraft bersten.

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