Dementi verrät Porsche-Pläne – ein Volks-Porsche wird immer wahrscheinlicher
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Wir kennen das aus der Politik, oft ist das Dementi die offizielle Bestätigung eines Gerüchts. Der Volksmund sagt: „Irgendwas wird schon dran sein.“

Wolfgang Dürheimer, Vorstand Forschung und Entwicklung Porsche AG: „deutliche Reduzierung der Fertigungskosten durch vertiefte Kooperation mit Volkswagen“
Da erklärt der Porsche-Entwicklungschef Wolfgang Dürheimer im Gespräch mit der „Automobilwoche“ ausführlich, wie ein kleiner Porsche aussehen könnte. Und kurze Zeit nach der Veröffentlichung kommt das Dementi aus Zuffenhausen. Es gebe keine konkreten Pläne, alles Gesagte seien nur Überlegungen gewesen und es gebe auch keinen Vorstandsbeschluss, heißt es. Hier ein paar Fakten aus der ersten „Automobilwoche“-Veröffentlichung: Volks-Porsche unterhalb des Boxster, Preis: rund 46.500 Euro, Fertigung möglicherweise in Kooperation mit VW.
Das liest sich, als solle Porsche die VW Studie BlueSport Concept mitnutzen und so mit überschaubarem Aufwand zum neuen Einstiegs-Porsche kommen.

„Preiswertes Einstiegsmodell“ von Porsche – der VW BlueSport Concept könnte als Basis dienen, mit Mittelmotor, das passt.
Immerhin: Die knapp vier Meter lange Studie sieht knackig aus, hat einen Mittelmotor und könnte außerdem auch noch als Seat oder Škoda Realität werden. Optik, Motoren und Feinschliff jeweils ganz nach dem entsprechenden Marken-Charakter. Warum eigentlich nicht?
Dürheimer hatte auch über einen kompakten SUV in der Größenordung des BMW X1 laut nachgedacht. Die nötige Plattform befindet sich mit dem VW Tiguan (und Škoda Yeti) bereits im Konzern. Audi plant ja schon einen Q3, der diese Komponenten nutzt. Es scheint, als herrsche in Zuffenhausen und Weissach so viel Aufregung wie in einem Hühnerstall, wenn der Fuchs zu Besuch ist.

Wow, einfach das VW-Logo wegdenken – so ein Mittelmotor-Layout gab’s sogar schon mal 1969 beim Typ 914 und erst kürzlich beim Toyota MR-2.
Alle Produkt-Entwicklungen – und wohl auch einige personelle Positionen – stehen auf dem Prüfstand, und Konzern-Boss Martin Winterkorn ist nicht gerade zimperlich beim „Schlachten heiliger Kühe“. Kein Wunder, weiß er doch Konzern-Übervater Ferdinand Piëch hinter sich. Anyway, auf neue kleinere Porsche-Modelle darf man sehr gespannt sein. Ob sie dem Nimbus der Marke helfen oder ihn verwässern – wie Kritiker Cayenne und Panamera vorwerfen –, das werden wir erst nach Jahrzehnten wissen.


