Viva la Revolución
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Auf Kuba werden keine Autos gebaut. So erklärt es sich, dass die Autokultur dort vor allem eine Oldtimerkultur ist. Oftmals fahren im Land des Ché, des Fidel und Raúl Wagen, die in der westlichen Hemisphäre nur noch an sonnigen Sonntagen auf den Landstraßen oder im Museum zu bewundern sind. Dabei kommt dem hiesigen Betrachter einiges kurios vor. Die Kinder der sozialistischen Revolution werden in alten kanadischen Schulbussen zum Unterricht kutschiert, Kutschen mit einer Pferdestärke sind nach wie vor gängiges Transportmittel, und so manches Statussymbol des Kapitalismus findet sich hier im Vorgarten oder der selbstgebauten Garage unter der Karibiksonne wieder, liebevoll gepflegt von einem stolzen, in die Kamera strahlenden Kubaner. Doch erst die Farben der Karibikinsel, die Melange aus Palmen und Meer, aus schlecht verputzten, bröckelnden Fassaden der Kolonialstilhäuser, an denen alle naselang ein an Revolution und Sieg erinnernder Spruch gepinselt ist, lassen die alten Karossen ihre volle Wirkung, ihre der Zeit entrückte Magie entfalten. Nora Molitor hat für uns diese einzigartige Atmosphäre in Bildern festgehalten.
Eine wirklich schöne Galerie, die zudem mit sympathischen Kuriositäten aufweist, findet sich zusätzlich hier.









