Tokyo Motor Show – Japan allein zuhause
2 Kommentare
2,504 views
Die Krise wirkt sich aus, nahezu alle ausländischen Hersteller haben ihre Teilnahme an der Automesse in Tokio abgesagt – umso mehr lohnt sich der Blick auf die japanischen Exponate.
Nur Lotus, Caterham und BMW-Veredler Alpina sind als europäische Hersteller auf der Automesse in Tokyo vertreten. Ansonsten bleiben die japanischen Hersteller unter sich, quasi allein zuhause. Sind die Neuheiten und Studien – wie so oft in Tokio – nur verrückte Spinnereien der verspielten Japaner oder gibt es für den Europa-Markt verwertbare Sensationen? Die Medien geben bisher kein klares Bild. Deshalb hier ein Blick auf einige Modelle und Marken, die Serienstand bieten und/oder im europäischen Markt Bedeutung haben.

Toyota FT-86: Realistische Studie mit Heckantrieb und 160 PS, könnte als neue Celica bald Karriere machen.
Toyota/Lexus zeigt in den Makuhari-Messehallen mit dem Toyota FT-86 eine sehr seriennahe Studie. Mit 160 PS starkem 2,0-Liter-Boxermotor (von Subaru) im Heck (!) und natürlich Heckantrieb. So könnte in zwei Jahren eine neue Celica aussehen, die zusätzlich auch bisherige MR-2-Fans überzeugt. Sicher, der FT-86 wird nie ein Volumen-Modell, aber er beweist, dass Toyota-Techniker auch in Fahrspaß und nicht nur in Hybrid denken.
Fahrspaß und Exklusivität sind auch die Kernbotschaften des Lexus LF-A, der bereits als Serienversion von der Messe durch die Printmedien rast, erste Fahrberichte vermitteln Eindrücke. Nur 500 Exemplare des 560 PS starken und 375.000 Euro teuren Supersportlers sind geplant.

Lexus LF-A: Mit 375.000 Euro extrem teuer und mit 560 PS und 325 km/h extrem schnell, passt wenig zum bisher schwachen Lexus-Image.
Damit steht den guten Fahreigenschaften und der souveränen Leistung ein fast unverschämter Preis gegenüber, dabei fehlt es Lexus an einem starken Image ganz im Gegensatz zum McLaren-Mercedes SLR. Einige Motorjournalisten unken schon: Der LF-A ist viermal so teuer wie ein Nissan GT-R, aber längst nicht viermal so gut.
Honda zeigt in Tokio mit dem CR-Z einen sportlichen Ableger des braven Hybridautos Insight. Das Konzept könnte aufgehen, „Auto Bild“ urteilt „Honda macht den Hybrid sexy“. Schon Anfang 2010 soll der Zweitürer im Markt starten.

Nissan Land Glider Concept: Mit Neigetechnik und E-Motor soll das Fahrgefühl dem Fliegen ähneln ... na ja.
Nissan präsentiert den bereits bekannten Leaf mit E-Antrieb und Wechsel-Batterie-Konzept, Marktstart soll schon 2010 sein. Als vom VW-Ein-Liter-Auto inspirierte Spinnerei zeigt Nissan den Land Glider, eine Kreuzung zwischen Motorrad und Auto mit Neigetechnik und E-Antrieb. Motto: Gucken, staunen, schnell vergessen. Mitsubishi bleibt da realistischer und versucht mit dem PX-MiEV einen Hybrid-SUV mit zwei E-Motoren und einem 1,6-Liter-Benziner. Solche Konzepte müssen bald in die Serie übersetzt werden, damit die Marke weiter eine Chance hat.



Wie kommt Ihr darauf, dass der Toyota FT-86 den Subaru-Motor im Heck hat? Es ist natürlich (wie das historische Vorbild AE86) ein FR-Auto, also front engine, rear wheel drive.
[...] der Marke wieder etwas Faszination verleihen. Die Studie Toyota FT-86 stand letzten Herbst auf der Motorshow in Tokyo. Und die Tatsache, dass der 2+2-Sitzer sich jetzt auch in Genf wieder im Rampenlicht zeigte, macht [...]