Alte Motorräder im Kreuzberger Hinterhof
Ein Kommentar
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Gestern habe ich einem privaten Motorradmuseum in Kreuzberg einen Besuch abgestattet, und ich muss wirklich sagen, das hat sich gelohnt! Versteckt in einem Hinterhof ist die Fassade des Gebäudes ganz von Ranken bedeckt, ein herrlich aufmunterndes Farbspiel im Herbst dieser Tage. Noch begleitet vom Rot der untergehenden Sonne findet man Ruhe und wähnt sich in einer anderen Welt. Das Haus war nämlich einst ein alter Pferdestall auf dem ehemaligen Gelände der Berliner Dampfschifffahrtsgesellschaft. Das heutige Museum ist zugleich Werkstatt und angegliedert an das nach vorne heraus liegende Geschäft: Dort werden hauptsächlich Ersatzteile für Motorräder und Seitenwagen verkauft.
Das Museum selbst ist reine Privatsache. Der Architekt Stefan
Klinkenberg betreibt dieses völlig unkommerzialisiert und auf eigene Rechnung hier in der Köpenicker Straße 8, ohne Hektik und mit Leidenschaft zu den motorisierten Zweirädern, seitdem er den Gebäudekomplex 1984 gekauft und restauriert hat. Die überaus freundlichen Angestellten, die sich ums Tagesgeschäft kümmern, sind um keine Auskunft verlegen und führen mit Freude die dort zu findenden Schätze vor. Da hier die Sammlerleidenschaft regiert, ist es nur allzu erklärlich, dass von den ca. 30 Motorrädern momentan lediglich zwei zum Verkauf stehen. Die Sammlung besteht hauptsächlich aus Stücken der 20er bis 50er Jahre, fokussiert auf die Marken NSU, BMW und HOREX.
Insgesamt ist das Museum in zwei Räume aufgegliedert und vermittelt ein tiefes Bild der Technik und des Designs jener Zeit. Der Werkstattcharakter ist der Ausstellung sehr zuträglich, eine Vielzahl liebevoll ausgesuchter Details dominieren die Atmosphäre. Auch eine ganze Palette an alten Werbeschildern, -plakaten und Prospekten werden dem Besucher zur Schau gestellt. Außerdem verleiht der Inhaber gerne seine Kleinode für Film- und Ausstellungszwecke. Rundum ein sehr angenehmes Erlebnis und jedem Motorradliebhaber absolut zu empfehlen. Und der Eintritt ist, wie bereits erwähnt, frei.
Eine üppige Bildergalerie findet sich wie immer auf dem Picasa-Webalbum von unAUTOdox, einige ausgewählte Bilder auf dem unAUTOdox-Flickr.
Für weiter Informationen einfach die Museums-Website besuchen. Dort findet sich auch ein alter Bericht des „Tagesspiegels“ (4. November 1995) von Gideon Heimann.


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[...] da auf Bild gebannt haben. In diversen Hinterhöfen dieser Welt finden sich ja so einige Schätze. Die Galerie von Markus gibt es [...]