Wenn der Kronprinz Karma fährt …
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Die Jungs von Fisker Automotive wissen, was sie wollen. Und sie wissen, wie man’s macht: Ihr Projekt Fisker Karma ist schon spektakulär genug. Jetzt setzen sie es auch noch medienwirksam in Szene: Der dänische Kronprinz fährt mit dem Elektro-Sportcoupé beim UN-Klimagipfel vor.

Frederik von Dänemark mit dem Fisker Karma: Der sportliche König in spe hat in Harvard studiert und ist Marine-Kampfschwimmer, so einer lässt sich nicht vor den PR-Karren spannen, wenn er nicht davon überzeugt ist. (Foto: „Fisker Automotive“)
Besser kann man ein Öko-Auto kaum platzieren. Man nehme ein Weltereignis wie die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen. Man nehme einen Promi, in diesem Fall den dänischen Kronprinzen Frederik. Und man nehme einen atemberaubend schönen Öko-Sportwagen. Wäre doch gelacht, wenn man dann nicht seine Botschaft platzieren könnte: Jawohl, wir bauen einen Supersportwagen mit vier Türen. Und jawohl, man kann ihn guten Gewissens kaufen. Denn er fährt – wenn es darauf ankommt – mit Strom.
Die Story: Seine Königliche Hoheit wird heute als erster Nicht-Mitarbeiter von Fisker einen Karma chauffieren – und zwar unmittelbar an den Ort des Geschehens zum Konferenzort am Kopenhagener Rathausplatz. Ob er Sendezeit in den Nachrichten bekommt, bleibt abzuwarten. Großes Interesse ist ihm jedoch gewiss. Zu gern tröstet sich die Fan-Gemeinde des Automobils mit der Hoffnung, das Heil des Autofahrers läge angesichts der Endlichkeit des Erdöls im Elektroantrieb. Die Jungs von Fisker Automotive haben es jedenfalls verstanden, wie man auf dieser Welle reitet.
Das viertürige Sportcoupé Fisker Karma kann mit einer einzigen Ladung der Lithium-Ionen-Batterie 80 km emissionsfrei zurücklegen. Weitere 400 km fährt es mit einem reichweitevergrößernden Generator (Range-Extender), der von einem effizienten Vierzylinder-Benzinmotor angetrieben wird. Der Verbrauch soll 2,4 Liter/100 km betragen, das entspräche Emissionen von gerade einmal 83 g/km CO2. Dabei gibt Fisker für den Spurt von 0 auf 100 km/h sechs Sekunden und Spitzentempo 200 km/h an.
Geistiger Vater des Projekts ist der dänische Autodesigner Henrik Fisker, in der Szene längst bekannt als Schöpfer des BMW Z8, des Aston Martin DB9 und des Aston Martin V8 Vantage. Und die Jungs wollen das Auto wirklich bauen: Sie tragen sich ernsthaft mit dem Gedanken, für diesen Zweck ein Montagewerk von General Motors zu kaufen. Vielleicht schaffen die Jungs den Durchbruch ja sogar schneller als die Etablierten …



Das Auto ist ultracool! Ich hab mich verliebt.