„Auto Bild“: Mercedes baut neue A-Klasse allein – der Einstiegs-Mercedes für 2012 wird sportlicher
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Mercedes A- und B-Klasse, die Minivans mit hohem Sandwichboden, sind beliebte Rentner-Mobile. Doch die Nachfolger werden anders: Sportlich-dynamisch soll die A-Klasse die Jungen ködern und geräumig-hoch soll die B-Klasse ab Mitte 2011 weiterhin den Ü60-ern gefallen.

Die derzeit aktuelle Mercedes A-Klasse: vor allem beliebt bei älteren Fahrern, die die Höhe und Übersichtlichkeit schätzen
Jetzt ist es amtlich oder zumindest halbamtlich: Mercedes-Benz entwickelt die Nachfolger von A- und B-Klasse allein, ohne Kooperationspartner. So schreibt es zumindest Georg Kacher in der aktuellen Ausgabe von Auto Bild (Ausgabe Nr. 1 – 8. Januar 2010), und der Mann gilt in der Auto-Zunft als einer der am besten Informierten. Er beschreibt die künftige A-Klasse, die Ende 2012 kommen soll, als kompletten Neuentwurf, der nichts mehr mit dem aktuellen Modell gemein hat, vor allem nicht den hohen Sandwichboden als Plattform. Das neue Modell bekommt herkömmliche Frontantriebstechnik, und Abmessungen sowie Package orientieren sich am Audi A3 Sportback. So soll die A-Klasse länger, flacher sowie sportlicher werden und endlich auch bei jüngeren Käufern ankommen.
Wer weiß, wie behutsam Hersteller ihre Erfolgsmodelle bei Modellwechseln verändern (Beispiel: VW Golf), der erkennt, dass Mercedes hier einen radikalen Richtungswechsel vornimmt: A für die Jung-Dynamiker, B (schon ab Mitte 2011) für die Oldies (wie bisher auch). Die Sandwichboden-Plattform der Gegenwart wird nur von den BlueZero-Modellen mit alternativen Antrieben weiter genutzt, denn dort macht sie Sinn und bietet u.a. Raum für Akkus.

Mercedes B-Klasse: Toll, wie eine junge zierliche Fahrerin das Auto größer und flotter wirken lässt – in der Realität sitzt die Generation Ü60 hinterm Steuer.
unAUTOdox.de: Meine Nachbarin ist 70 und fährt schon ihre zweite A-Klasse, die Frau und ihr Schäferhund sind zufrieden mit dem Auto. Welches Auto die Frau ab 2013 kaufen soll, wenn die neue A-Klasse teurer und flacher geworden ist, dass muss ihr mal ein Mercedes-Produktstratege erklären. Ich weiß jedenfalls dann keinen Rat mehr oder soll ich ihr einen Opel Meriva oder Renault Modus empfehlen?


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Da können wir nur hoffen, dass sich der gut informierte Kollege vielleicht doch mal geirrt hat. Ansonsten wird das der nächste Nagel im Daimler-Sarg: Design vom 1er, Package vom A3, das Ganze für teures Geld allein entwickelt. Wer dem Trend immer nur hinterher hechelt, außer einem Stern im Grill keinen USP zu bieten hat und selbst für die Formel 1 noch Pensionäre verpflichtet, wird weder Blumentöpfe noch junge Kunden gewinnen. Sic transit gloria Schumi.
[...] Nr. 6/2010, wird diese B-Klasse wieder das „bequeme Raumauto: hoch und übersichtlich“. Die A-Klasse, die erst 2012 kommen soll, wird dagegen flacher, sportlicher und jünger. 2013 sollen dann [...]
Es gibt wohl selten ein Auto, das die Fangemeinde vor seinem Erscheinen schon so sehr polarisiert, wie die neue A-Klasse.
Na ja, hat die A-Klasse wirklich Fans oder sind es einfach nur Nutzer? Wirklich spannend ist die unternehmerische Frage, wie MB seine Kompaktwagen-Strategie ohne Koperations-Partner gewinnbringend durchzieht.
Schon die aktuelle A-Klasse ist länger, als der Vorgänger. Dadurch wird das Parken in der Stadt erschwert. Wenn die neue A-Klasse noch länger werden sollte, dann kann ich sie in der Stadt nicht mehr gebrauchen. Schade, dass Mercedes das wiklich gelungene Auto mit der super Riemen-Automatik aufgeben will.