Detroit Motor Show: Amis träumen 2010 von Kleinwagen und BEVs – aber 2009 kauften sie noch big SUVs
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Die Nachrichtenlage verwirrt. Was ist los im Mutterland der Big-Block-V8-Motoren? Lieben die Amis jetzt Vierzylinder, Drehmoment-Schwächlinge und Kleinstwagen? Keine Angst, 2009 war jedenfalls noch der große Pick-up Ford F-Series das meistverkaufte Auto in den Staaten.
Auf der North American International Auto Show in Detroit fehlen bei den drei großen US-Herstellern GM, Chrysler und Ford die Neuheiten und eigene kleine und kompakte Neuentwicklungen, aber die übrigen Aussteller füllen dieses Vakuum. Allerdings beschränken sich die meisten Hersteller auf Elektro- und Hybrid-Studien, um so wenigsten Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen. Heute lautet die korrekte Abkürzung, die Elektroautos auszeichnet, „BEV“ (Battery Electric Vehicle).Der allgemeine Trend entpuppt sich als enorme Anzahl an ausgestellten Klein- und Kompaktwagen, größtenteils aus europäischer Produktion und Entwicklung. Ist der US-Markt jetzt endlich reif für diese kleineren und sparsameren Modelle? May be, aber das heißt nicht, dass es auf der Detroit Motor Show keine PS-starken „Spritschlucker“ mehr gäbe. Der überarbeitete Ford Mustang ist nur ein Beispiel. Zwar ist das Mustang-Basistriebwerk ein V6-Benziner, doch als Top-Motorisierung kommt wie in alten Tagen ein Fünfliter-V8 mit 418 PS zum Einsatz. Auch GM hat sich noch längst nicht von der alten Modellpolitik gelöst. Beweis: das Cadillac CTS-V Coupé mit 6,2-Liter-V8 und 564 PS.
Erstmals werden Elektrofahrzeuge während der Detroit Motor Show auf einer eigenen „Electric Avenue“ auffällig präsentiert. Hier stehen neben exotischen Öko-Autos kleiner, unbekannter Hersteller ohne jede Marktbedeutung u.a. der Nissan Leaf und der Mitsubishi iMiEV. Der Trick der US-Hersteller ist simpel – GM, Chrysler und Ford bedienen sich der europäischen Kleinwagen ihrer Europa-Marken. Kleinwagen-Beispiele gibt es dadurch etliche: Ford Fiesta Schrägheck, Ford Fiesta, Mazda 2 und Fiat 500. Und natürlich den neuen Kompaktwagen Ford Focus (Markteinführung Anfang 2011). Wie bereits in 2009 fehlen auch in diesem Jahr einige Aussteller völlig: Die Marken Porsche, Lamborghini, Rolls-Royce, Nissan, Infiniti und Mitsubishi haben auf einen Auftritt in Detroit verzichtet.
Die GM-Marke Cadillac zeigt lediglich das PS-starke Hochleistungs-Coupé Cadillac CTS-V und Chevrolet (auch GM) präsentiert mit dem Chevrolet Aveo einen Kleinwagen, der aus koreanischer Daewoo-Entwicklung und -Fertigung stammt. Chrysler, nach der Trennung von Daimler nun in Partnerschaft mit Fiat S.p.A., hat keine einzige Weltpremiere eines Serienautos und spart sich deshalb auch gleich die Pressekonferenz, da es nichts zu sagen gibt.

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Stattdessen stehen auf dem Stand der Chrysler Group einige in Europa bereits bekannte Fahrzeuge der Marken Ferrari, Maserati und Fiat. Besonders enttäuschend wirkt eine Chrysler-Studie, die nichts weiter ist als der Kompaktwagen Lancia Delta mit Chrysler-Markenzeichen.
Angesichts dieser Einfallslosigkeit erscheint Ford als derjenige unter den drei Großen, der am wenigsten verloren hat. Der Absatz-Rückgang von Ford belief sich 2009 auf rund 15 Prozent (GM rund 30 Prozent, Chrysler rund 36 Prozent). Neben dem Ford Mustang zeigt Ford als Weltpremiere den neuen Ford Focus, der allerdings erst zum Jahreswechsel 2010/11 in den weltweiten Verkauf geht. Neu ist ebenfalls der aus Europa stammende Ford Fiesta, der nun das Ford-Angebot in den USA nach unten abrundet. Die Ford Konzernzentrale bedient sich hier bei Focus und Fiesta in geschickter Weise der Produkte ihrer europäischen Tochtergesellschaften und kann damit ohne lange Entwicklungszeiträume kleine und kompakte Fahrzeuge für den US-Markt vorweisen.

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GM geht mit dem Buick Regal den gleichen Weg. Der Regal wird in Rüsselsheim gebaut und ist in Technik und Design mit dem Opel Insignia identisch. Vielleicht ist der Automarkt in den Vereinigten Staaten 2010 erstmals so weit, dass er diese sparsamen Modelle auch annimmt.





Audi A8 sieht einfach klasse aus, ein wahrer Traumwagen.