„Auto Bild” über Nissan Cube: „Bullaugen-Fenster“ und „Kühlschrank-Heck“
Ein Kommentar
2.826 views
Der Wagen polarisiert: Viele finden ihn hässlich und manche werden ihn lieben. Nissan kann’s recht sein, Hauptsache die brave Japan-Marke ist Thema.

Nissan Cube: Der Viertürer kann ab sofort bestellt werden – im März kommen die ersten Würfel in den Handel
„Unsere Händler sind offen für das neue Konzept“, erklärt ein Nissan-Manager und fügt hinzu, „Der Cube wird entweder geliebt oder abgelehnt.“ O.k., abgesehen vom Design ist der Cube einfach ein ziemlich teurer Kleinwagen, der leider nur mit Benziner- und Diesel-Motoren mit 110 PS zu haben ist. Weniger könnte mehr sein, denn zum geruhsamen City-Cruisen reichen auch 75 PS. Und genau für’s Cruisen scheint der Würfel (engl. Cube) bestens geeignet, das meinen zumindest einige Medien. „Niemand, der den Cube fährt, wird sich zum hektischen Schnellfahren herausgefordert fühlen“, beschreibt die Welt am Sonntag in der letzten Ausgabe.

Cube Heck: Über die Praxistauglichkeit der Hecktür kann man streiten, über das asymmetrische Design nicht
Eckig, auffällig, anders und asymmetrisch, das kommt bei vielen Medien gut an. Klar, die Tester müssen sich ja nicht vorstellen, so ein Auto selbst zu kaufen und damit immer zu fahren, sie genießen lediglich die Abwechslung im Polo-Einerlei. Die tatsächlichen Kunden werden an den Cube anders herangehen und ihre Liebe dann begründen können. In jedem Fall geben sie ein Statement ab, vielleicht einfach nur den Gedanken: „Mir geht’s gut und für mich kann ein Auto auch Mode sein, nach drei Jahren kauf ich mir eben ein anderes, weil ich Neues liebe.“

Links ist die „normale“ Seite des Cube: Hoffentlich können sich die hippen Vertreter der Generation Y den Kleinwagen für 18.000 Euro leisten
Auto Bild rechnet in Ausgabe Nr. 3 vom 22. Januar den Cube ebenfalls der jungen Generation zu: „Ein günstigerer Preis würde die Generation iPod sicher leichter begeistern – das ist die Zielgruppe des Cube.“ Nissan plant für 2010 den Verkauf von nur 2000 der eckigen Würfel in Deutschland. Hoffentlich können Marketing-Strategen schnell genug reagieren, wenn der Cube zum urbanen In-Auto wird und plötzlich auch Leute in Hamburg, Berlin und München einen haben wollen, die sich zuvor niemals in einen Nissan gesetzt hätten.



“Polarisierend” ist genau der richtige Ausdruck.
Aber im Gegensatz zum Skoda Roomster, der tatsächlich nicht sooo anders ist, finde ich gerade das asymetrische Design sehr, sagen wir mal gewöhnungsbedürftig.
Mutig ist es alle mal und ich finde es gut, dass endlich mal ein Hersteller sich traut so etwas auf den Markt zu werfen, aber für meinen Geschmack dürfte es ruhig symetrischer bleiben.
Mir gehen da einige Konzept-Autos durch den Kopf, die lange nicht so “abgefahren” waren wie das hier, aber trotzdem nciht umgesetzt wurden. Z.B. der Tiguan von VW. Das Konzept Auto war IMHO absolut genial. Die tatsächliche MArktvariante nur wieder Einheits-Sch… äh… -brei.