Genfer Salon 5. – Volkswagen mit Sharan, Hybrid-Touareg sowie Polo und Golf Crossies
Kein Kommentar
1.748 views
VW probt mit vier Weltpremieren und weiteren Neuheiten in Genf den großen Aufschlag. Motto: Wer wachsen will, muss neue Segmente besetzen.

Beginn der VW Pressekonferenz in Genf: Noch ist alles verhüllt und der Patriarch, Ferdinand Piëch, mit Ehefrau, wartet.
Markige Sprüche und viele neue Modelle: neuer Sharan, neuer Touareg, neuer Polo GTI, neuer CrossPolo, neuer CrossGolf und neuer T5 mit 4Motion. Aber vielleicht ist die wichtigste Neuheit der neue Amarok, mit dem VW ins internationale Pick-up-Geschäft einsteigt. Gleichzeitig stellt VW-Chef Martin Winterkorn seinen „grünen Masterplan“ vor und erhebt einen großen Anspruch: „VW ist der Autobauer, der den Hybrid aus der Nische holt.“ Na ja, da fragt man sich, was wohl Toyota, Lexus und Honda bis jetzt gemacht haben. Alle drei verkaufen schon längere Zeit Hybridautos. VW dagegen startet mit seinem ersten Hybrid, dem neuen Touareg, erst Ende April im Handel. Doch viele Medien fressen die vorformulierten Botschaften nur zu gerne, ohne weitere Fragen zu stellen. So entsteht dann die Headline „Das Herz von VW schlägt elektrisch“ und weiter heißt es „Konzern will Toyota als Vorreiter bei Öko-Autos ablösen“ (Zitate aus Welt aktuell vom 2.3.2010).
In jedem Fall ist es das klar formulierte Ziel von VW, bis spätestens 2018 zum größten Automobil-Konzern der Welt zu wachsen, je nach Zählart können es die Wolfsburger jedoch auch schon deutlich früher schaffen. Es gilt, keine angestammten Segmente offenzulassen und ständig neue hinzuz gewinnen. Gleichzeitig muss die Angebotspalette stets so jung und frisch wie möglich sein.

Los geht’s: Vertriebs-Chef Christian Klingler und Entwicklungs-Vorstand Ulrich Hackenberg tauschen sich über die Qualitäten der Neuheiten aus.
Vor diesem Hintergrund war der komplette neue VW Sharan also schon längst überfällig. Und so geht jetzt der Vorgänger nach 15 Jahren und mehr als 600.000 verkauften Exemplaren in Rente. Der Nachfolger ist deutlich größer, und mit einem praktischeren Sitzsystem steht der MPV ab dem Sommer beim Handel – und das zu Preisen ab 28.750 Euro, die also unter denen des Vorgängers liegen.
Der Van bekommt praktische Schiebetüren und das neue Sitzsystem: Die lästige Schlepperei in Garage oder Keller entfällt, weil nun alle Sitze im Auto bleiben und im Boden so wie bei etlichen Konkurrenten verstaut werden können. Mit 711 bis 2.297 Liter Ladevolumen wird es kaum ein Transportproblem geben, vor dem der Sharan kapitulieren muss.

Endlich: Der neue VW Sharan wird enthüllt, eine Version als Seat Alhambra ist schon beschlossene Sache, obwohl der Van besser zu Škoda passen würde.
Der Fronttriebler ist in jeder Dimension gewachsen: in der Länge um 22 Zentimeter auf 4,85 Meter, die Breite beträgt nun 1,90 Meter und der Radstand streckt sich auf 2,92 Meter. Das Sharan-Cockpit kommt im Stil von Tiguan und Touareg. Unter der Motorhaube bietet VW wahlweise je zwei Diesel und zwei Benziner, die allesamt vier Zylinder haben und über Direkteinspritzung verfügen. Das Leistungsspektrum reicht von 125 PS bis 200 PS. Bis auf den stärksten Benziner besitzen alle Motoren serienmäßig eine Start-Stopp-Automatik, und gegen Aufpreis natürlich das VW-Doppelkupplungsgetriebe. Mit 5,5 Litern und einem CO2-Ausstoß von 145 g/km ist der 192 km/h schnelle Basis-Diesel der sauberste in seinem Segment.
Weitere Bilder gibt es in unserer unAUTOdox-Bildergalerie.


