Neues VW Golf Cabrio – laut VW „definitiv ohne Schiebedach“
23. Februar 2011 – 10:43 | Kein Kommentar

Jetzt kann der frisch modellgepflegte VW Eos einpacken. Mit der ersten Information zum neuen Golf Cabrio macht sich VW sogar selbst lustig über den Blech-Klappdach-Versuch.
Bestellen kann man ab sofort, ausgeliefert werden die ersten VW Golf …

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Profi-Tipps: neue Fahrkultur und Spritsparen fast ohne Investment

Geschrieben von am 19. März 2010 – 09:49
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Der Besuch eines Eco-Fahrtrainings zeigt überdeutlich, wie groß der Einfluss des Fahrers auf den Verbrauch ist. unAUTOdox.de verrät hier die Spar-Tipps der Profis und erklärt, wie man sie umsetzt. 

Der Profi-Sparer: Ulrich Pfeiffer, Chef von EcoConsult, erklärt die Spar-Tipps und wie die „Neue Fahrkultur“ das Autofahren für jedermann angenehmer, ökologischer und ökonomischer machen kann – bislang wurden 80.000 Teilnehmer von ihm geschult.

 

Hockenheimring, das klingt ja erst mal nach Vollgas und nicht nach Sparen. Und es stimmt auch zur Hälfte, denn die Veranstaltung Ecotainment entpuppt sich als „Sicherheits- und Eco-Fahrtraining“ auf dem ADAC Fahrsicherheits-Zentrum Hockenheimring. Veranstalter sind der ADAC und EcoConsult. Ulrich Pfeiffer, Geschäftsführer von EcoConsult, unterstreicht bei der Begrüßung die Wichtigkeit beider Bausteine für ein eintägiges Kombi-Training. Motto: Sicherer Fahren und sparsamer Fahren. Schauen wir hier mal ausschließlich auf die Eco-Inhalte und betrachten das Sicherheitstraining in einem späteren Beitrag. 

Hauptzielgruppe von EcoConsult sind die Fahrer von Dienstwagen und Fuhrpark-Autos in mittleren und größeren Firmen. Bei optimaler Anwendung aller Eco-Tipps sind Verbrauchsreduzierungen von bis zu 20 Prozent möglich. Im konkreten Fall reduzierte sich der Verbrauch bei den 50 Teilnehmern schon während des Kurses durchschnittlich um 17 Prozent. Ein überzeugendes Ergebnis und umso erstaunlicher, da sich die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit um drei Prozent erhöhte. Das ist ein deutlicher Beleg dafür, dass wirtschaftliches Fahren auf keinen Fall langsames Fahren bedeutet. Pfeiffer nennt das ruhigere, vorausschauende Fahren auch „Neue Fahrkultur“. Denn durch die gleichmäßigere Fahrweise schont der Fahrer nicht nur das Sprit-Budget, sondern auch seine eigenen Nerven. Zudem reduziert sich der Verschleiß von Bremsen, Kupplung und Reifen. 

Pfeiffer ist sich sicher, dass für Firmen ein Eco-Training in jedem Fall lohnend sein kann. Und er sagt: „Trainiert wird nur ein Mal, dafür gründlich. Der Teilnehmer behält dann diese neue Fahrweise für immer.“ 

EcoConsult Trainerin Anita Löffler

EcoConsult Trainerin Anita Löffler: Fürs Eco-Fahrtraining reicht ein serienmäßiger Pkw, der Bordcomputer übernimmt die Verbrauchskontrolle.

 

Das heißt, eine Amortisation ist bereits nach wenigen Monaten möglich. Schade nur, dass so gut wie keine Privatfahrer an solchen Trainings teilnehmen. „Die fahren wegen der Preisdifferenz von einem Cent pro Liter durch die halbe Stadt und verpulvern dann durch grobe Fahrfehler unnötig Sprit“, wundert sich einer der engagierten Trainer und wundert sich weiter, „selbst Motor-Aus bei Stillstand ist für viele leider immer noch ein Fremdwort“. Deshalb hier jetzt für Privatfahrer und für geschäftliche Vielfahrer die wichtigsten Profi-Tipps: 

  • Beim Kalt- oder Warmstart kein Gas mehr geben. Gleich zügig losfahren und in den Gängen beschleunigen.
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  • Weit vorausdenken und -schauen beim Fahren; z. B. wenn die Ampel in 500 Meter Entfernung auf Rot springt, sofort den Fuß vom Gas nehmen und mit eingelegtem Gang bis zur Ampel rollen. Dabei wird die Schubabschaltung genutzt (kein Kraftstoffverbrauch). Erst kurz vor dem Stehen des Fahrzeugs Kupplung treten und Leerlauf einlegen.
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  • Möglichst niedrigtourig fahren, den 4. oder 5. Gang im Stadtverkehr nutzen, wenn der Motor noch rund läuft. In 30-km/h-Zonen kann man durchaus den 3. oder 4. Gang nutzen.
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  • Am Berg zunächst den hohen Gang beibehalten und mehr Gas geben. Erst wenn der Motor nicht mehr zieht und die Drehzahl zurückgeht, soll zurückgeschaltet werden. Beim Bergabfahren Fuß ganz vom Gaspedal nehmen und mit eingelegtem Gang rollen (Schubabschaltung nutzen).
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  • Vollast Beschleunigen
    • 1. Gang nur eine Wagenlänge mit wenig Gas gerade zum Anfahren nutzen.
    • Ab 2. Gang kräftig (¾ Gaspedalstellung) Gas geben bis 2.000 U/min.
    • 3. Gang kräftig (¾ Gaspedalstellung) Gas geben bis 2.000 U/min.
    • 4. Gang kräftig (¾ Gaspedalstellung) Gas geben bis 2.000 U/min.
    • 5. Gang kräftig (¾ Gaspedalstellung) Gas geben bis 2.000 U/min.

    Gänge dürfen auch übersprungen werden, z. B. Schaltfolge 1., 2., 3., 5. oder 1., 2., 4., 5. 

  • Bei längeren Stopps immer Motor abstellen (ist schon ab zehn Sekunden sinnvoll). Eine Minute Leerlauf entspricht einer Fahrstrecke von rund 400 Metern. Beim Motorstarten kein Gas mehr geben. Zum Heizen nicht den Leerlauf, sondern eine eingebaute Standheizung nutzen. Sie arbeitet mit dem halben Verbrauch.
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  • Reifendruck auf Wert des Fahrzeugherstellers für beladenes Fahrzeug erhöhen. Reifendruck alle zwei Monate kontrollieren im kalten Zustand. Bei Reifenwechsel nur noch Leichtlaufreifen montieren. Zusätzliche Kraftstoffeinsparung von fünf Prozent.
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  • Bei Automatik-Getriebe bei längerem Ampelrot nicht auf Stufe D, sondern auf N (Leerlauf) gehen. Nach Abschluss der Beschleunigungsphase Gaspedal kurz entlasten und wieder vorsichtig Gas geben (Automatik schaltet in höhere Schaltstufe mit niedrigerer Drehzahl).
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  • Fahrzeug regelmäßig warten und Inspektion durchführen. Ein verstopfter Luft- oder Kraftstofffilter kostet viel unnötigen Kraftstoff. Leichtlauföle (vollsynthetische Öle) sparen zusätzlich drei Prozent Kraftstoff.
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  • Gewicht senken: Unnötiges raus aus dem Kofferraum. Je schwerer der Wagen, desto mehr Benzin verbraucht er.
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Klimaanlage:
Wenn das Auto in der Sonne geparkt wurde, zunächst alle Wagentüren, Fenster und Schiebedach öffnen und die Hitze entweichen lassen. Beim Anfahren Klimaanlage auf maximale Kühlleistung stellen und Umluft. So wird rasch das Wageninnere herabgekühlt. Dann auf Frischluftzufuhr umstellen (nicht vergessen, sonst verbraucht sich die Luft) und bei der Wahl der Temperatur darauf achten, dass die Differenz zur Außentemperatur 8 °C nicht überschreitet. Andernfalls können Erkältungen, Rheuma und noch Schlimmeres die gesundheitlichen Folgen sein. Weil moderne Klimaanlagen die Luft auch trocknen, kann durchaus eine Temperatur bis 24 °C eingestellt werden. Die Luftdüsen sollten niemals auf einen Fahrgast, sondern am besten nach oben gerichtet werden. 

Bei Autobahnfahrten möglichst immer mit Klimaanlage und geschlossenen Fenstern fahren. Der Mehrverbrauch hält sich dabei in Grenzen (0,3 l/100km). Bei Fahrten im Stadtverkehr dagegen ist der Kraftstoffverbrauch der Klimaanlage sehr hoch (Mehrverbrauch 24 l/100km). Da kann man auch mal die Fenster öffnen und ohne Klimaanlage fahren. Beim Benutzen der Eco-Taste wird der Kompressor ausgeschaltet und die Außenluft zum Kühlen benutzt. Nur wenn die Außentemperaturen unter den Wageninnentemperaturen liegen, kann auf diese Weise Kraftstoff gespart werden. Die Anwendung dieser Tipps senkt den Kraftstoffverbrauch zusätzlich um rund 1 l/100 km. 

Autobahn und Geschwindigkeit:
Möglichst konstant und mit großem Pufferabstand  (mindestens zwei Sekunden), den Tempomat nutzen, so oft wie möglich. Durch kurzzeitige Geschwindigkeitsspitzen von 200 km/h wird die Gesamtfahrzeit und Geschwindigkeit kaum beeinflusst. 

Anschauliches Zahlenbeispiel:
Auf einer Autobahnstrecke von 130 km Länge soll eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 130 km/h erreicht werden. Dies ist ein sehr ehrgeiziger und hoher Wert. Bereits eine Baustelle von 10 km Länge (80 km/h) erfordert, dass auf 22,5 km eine Geschwindigkeit von 180 km/h gefahren wird, um noch den Schnitt von 130 km/h zu erreichen. Dadurch erhöht sich der Kraftstoffverbrauch um 45 Prozent gegenüber der Konstantfahrt. Fazit: Besser ist es, immer konstant eine mittlere Reisegeschwindigkeit zu wählen, mit Tempomat zu fahren und auf die Verkehrsdurchsagen und Empfehlungen im Rundfunk und Navigationsgerät zu achten, um entspannt, wirtschaftlich und dennoch zügig ans Ziel zu kommen. 

Besonders smart ist der Ansatz, dass EcoConsult keine feste „optimale“(?) Autobahn-Geschwindigkeit verlangt oder vorschreibt. Ulrich Pfeiffer formuliert so: „Möglichst im Verkehrsfluss mitschwimmen und Spitzen sowie starke Bremsmanöver vermeiden.“ Man kann also auch mit Geschwindigkeiten von 140 oder 160 km/h auch noch gleichmäßig fahren und Treibstoff sparen (vorausgesetzt, das Fahrzeug ist kein SUV oder Van, denn bei solchen Autos mit großer Stirnfläche steigt der Verbrauch im Verhältnis zur Geschwindigkeit stärker als bei einem flachen, kleinen Pkw).

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