Alfa Romeo: Die neue C-Segment-Plattform der Giulietta wird zur Konzern-Basis
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Die Fahrzeug-Architekturen der nächsten Jahre sind bei Fiat/Alfa/Lancia frisch verabschiedet (einschließlich Chrysler). Neu: der nächste Alfa 159 für 2011/12 erhält Hinterradantrieb, so, wie es sich für einen Alfa Romeo dieser Größe gehört.

Alfa Romeo Giulietta: Der Nachfolger des 147ers kommt ausschließlich als Fünftürer und basiert auf der neuen C-Konzern-Plattform.
Fiat-Konzern-Chef Sergio Marchionne und Harald Wester, sein oberster technischer Entwickler im Konzern (und gleichzeitig Maserati-, Abarth- und Alfa-Chef), bewältigen Mammut-Aufgaben. Sie entwickeln die gemeinsame Zukunft von Fiat und Chrysler. Sie gleichen die Cycle-Pläne der Konzerne einander an, entscheiden, welche Plattformen welche Modelle tragen werden, und sie planen Produktionsstandorte, um den Spagat zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplatz-Erhaltung zu schaffen.
Wenn alles zusammenwächst, was eigentlich nicht zusammengehört, nun aber nach den Ideen der Visionäre verschmelzen soll, dann steigert Fiat seine Fahrzeug-Produktion um rund ein Drittel auf etwa drei Millionen Autos. Der Konzern-Deal, der Chrysler das Überleben sichert, soll Fiat für die Zukunft stärken und den Italienern den Zugang zum US-Markt ebnen. Die USA und Kanada gehören zusammen mit Europa und den BRIC-Staaten zu den drei großen Automobil-Absatzregionen weltweit.

Alfa-Fans freuen sich einfach auf die Giulietta – für den Konzern beginnt mit dem neuen Chassis das Zeitalter der Fiat-Chrysler-Verschmelzung.
Die „Volumen-Plattform“ des Konzerns wird die neue C-Plattform, die erstmals im Alfa Romeo Giulietta zum Einsatz kommt. Alu, hochfeste Stähle und eine große Variabilität sollen Sicherheit, Komfort und Dynamik unter einen Hut bringen. Speziell die Dynamik wird von Konzern-Sprechern immer wieder betont. Die Variabilität geht so weit, dass auch verschiedene Radstände möglich sind, damit bleibt die Plattform nicht allein aufs C-Segment beschränkt. Dem Vernehmen nach werden alle weiteren frontgetriebenen Neuheiten des Konzerns, sofern sie nicht deutlich kleiner sind, auf dieser Technik-Basis aufbauen. Ab Mitte April wird die Giulietta in Italien auf der Alfa-Teststrecke Balocco den internationalen Medien präsentiert. Ab Mitte Mai steht der Wagen dann zu Preisen ab 19.900 Euro bei den deutschen Alfa Romeo-Vertragspartnern. Dann können sich Kaufinteressenten von den Vorteilen der neuen „Compact“-Plattform während der Probefahrten überzeugen.

Aufbau und Struktur der neuen C-Plattform: Die Technik ist höchst variabel und so könnten auch größere und kleinere Klassen mit abweichenden Radständen von der Grundstruktur profitieren.
Bei der mutigen Konzern-Planung, die etliche der bereits oft gebeutelten Fiat-Manager endlich wieder mit Stolz und frischem Selbstbewusstsein auftreten lässt, kommt auch rasch die Sprache auf weitere Alfa-Modelle. Speziell der Nachfolger für den Alfa 159 steht im Fokus und könnte zum Erfolgsschlüssel für Alfa werden, so wie einst der Typ 156. Die Mittelklasse-Limousine, die der Größe nach gegen Mercedes C-Klasse und BMW 3er antreten muss, wird, so viel verraten die Alfisti, auf einer Hinterradantriebs-Plattform aufbauen. Schon diese Idee allein lässt den Wagen sportlich und fahraktiv durch unsere Gedanken brausen. Ob es dann noch eines großen Alfas vom Schlage des 166 bedarf, bezweifeln Insider, „speziell für Europa müssen manche Modelle wieder kleiner werden“, heißt es. Die gleichen Männer, die so zuversichtlich in die Zukunft blicken, deuten jedoch auch schon an, dass ein solcher völlig neuer 159 mit Hinterradantrieb vielleicht auch erst 2013 fertig sein könnte.
unAUTOdox.de: Fiat lux, forza Alfa, da tut sich was in Turin und Mailand. Wenn Marchionne und seinen Mitstreitern tatsächlich das gelingt, was Mercedes unter Schrempp und Co. nicht schaffte, dann Hut ab.

Harald Wester, Deutscher und Chef-Entwickler des gesamten Fiat-Konzerns: Seine Plattform-Strategie entscheidet über die Zukunft der Fiat-Chrysler- Gruppe.
Allein die Eroberung des US-Marktes birgt großes Potenzial. Und wenn Alfa Romeo – der Name klingt bei Autofans immer noch mindestens so gut wie Jaguar u. Ä. – bald eine Berlina-Limousine mit Hinterradantrieb bringt, dann jubeln die Freunde der Marke.
Alfa Romeo bestätigt mit dem Konzept-Wechsel beim 159, dass ab einer bestimmten Größe im Premium-Segment der Hinterradantrieb eine Voraussetzung für Anerkennung und Erfolg ist. Optimale Gewichtsverteilung, hohe Dynamik und feinfühlige Lenkung werden eben doch vom Kunden „erfahren“ und goutiert.



[...] auf. Der Alfa JTDM mobilisiert ab 1.750 U/min bis zu 350 Nm Drehmoment und beschleunigt den Kompaktwagen in 9,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 205 km/h. Interessant ist [...]