Mazda CX-7: Exquisiter Crossover im Sportler-Dress
2. November 2011 – 09:43 | Kein Kommentar

Auf unseren Straßen gilt der Mazda CX-7 eher als Exot. Dabei ist das edle SUV eine preisgünstige Alternative zu Audi Q5, BMW X3 und Mercedes GLK.
Richtig schnittig steht er da, der Mazda CX-7. Mit seiner …

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Schwere Zeiten für schnelle Autos

Geschrieben von am 1. April 2010 – 00:58
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Lamborghini kämpft gegen einen erheblichen Absatzeinbruch. Besonders in Amerika stehen die Zeichen für die italienische Sportwagenmarke mit dem großen Namen auf Sturm.

Schöne Frauen und Lamborghini – das gehört zusammen: So treibt Lambo-Chef Winkelmann die Begehrlichkeit auf den Höhepunkt, wie hier auf dem Messestand beim Genfer Auto-Salon 2009.


Der superstarke und extraleichte Gallardo Superleggera kommt gut an. Die Kritiker schwärmen von der Agilität des Supersportlers. Kohlefaser-Werkstoff hat ihn im Vergleich zum bisherigen Gallardo um 70 Kilogramm erleichtert, die Leistung wurde leicht erhöht. Die neue Technik soll den Weg in die Zukunft weisen, aber Stefan Winkelmann, Präsident und CEO bei Lamborghini, wirkt dabei nicht sehr entspannt. Der smarte Chef hat arge Sorgen, ein Gewitter braut sich da über Sant’ Agata in der Emilia Romagna, dem Sitz von Lamborghini, und somit über seinem Haupt zusammen. 2.500 teure Supersportler hat die Marke 2008 auf der ganzen Welt verkauft, im vergangenen Jahr brach der Absatz um rund 40 Prozent ein, nur 1.500 Fahrzeuge haben die 800 Arbeiter im Werk zusammengebaut.
Vor allem in Amerika stockten die Verkäufe. Damit war zu rechnen. Denn der hohe Spritpreis, der zeitweise auch den so beliebten Pick-Ups zusetzte und den beinahe ewigen Bestseller, den Ford F150, von Platz eins der Bestsellerliste verdrängte, hat auch die Nachfrage nach den Supersportautos aus Europa in den Keller sacken lassen. Obendrein muss Lamborghini wie andere Bewerber im Luxus-Sport-Segment des einst so vielversprechend aufstrebenden russischen Marktes zurückstecken. Den Oligarchen, die sonst für jeden Spaß zu haben waren, sitzt der Rubel ebenfalls nicht mehr so locker in der Tasche.

Stefan Winkelmann: Der Präsident der Stiere steht unter Druck, die Autos sind gut, aber die Luxus-Märkte schwächeln.


Dass die Stimmung der (neu-)reichen Autofans wankelmütig ist wie eine gutaussehende Blondine kurz vor ihrer Menstruation, stellt einen allgemein bekannten Umstand dar. In den Vereinigten Staaten ist der Spritpreis längst wieder gesunken, der Ford Pick-Up längst wieder auf seinem offensichtlich angeborenen Weg, den Verkaufsgipfel zu erstürmen, aber die Nachfragen nach den Lamborghini, Ferrari und anderen Männer-Spielzeugen schreitet dieses Mal nicht mit auf diesem Pfad des Erfolges. Der Einbruch kann nicht einmal vom aufstrebenden China aufgefangen werden, wo Winkelmann schon vor Jahren ziel- und stilsicher ein Flagshipstore in Peking eröffnete und zu Recht mit der Kaufkraft der zu Geld gekommenen Söhne des Reichs der Mitte rechnete. Mehr als 100 Lambos haben sie sich im vorigen Jahr zugelegt, so viel wie nie zuvor.

Beim Genfer Auto-Salon befindet sich der Stand zwischen Bentley und Audi. Müssen die Lambo-Werker demnächst RS-Zubehör für Audi entwickeln?


Offizielle Schelte gab es für die miesen Verkaufszahlen jüngst auf der Bilanzpressekonferenz der Muttergesellschaft Audi. Die unterdessen cool zurückhaltenden Worte von Vorstandschef Rupert Stadler auf dem Podium Richtung Italien dürften unter vier Augen mit Winkelmann sehr viel krasser ausgefallen sein. Am Produkt kann die Schwäche nicht aufgehängt werden, so bleibt dem stets hervorragend gekleideten und meist souverän auftretenden Lamborghini-Präsidenten nur die Hoffnung auf Markterholung. Denn schade wär es doch, wenn eine Marke wie diese als eines der letzten Bollwerke gegen das CO2-Diktat, die Elektroauto-Jünger und alle anderen Weicheier, die der Kinder vielköpfige Schar vorschieben, um ihr Leben an den Lenkrädern von VW Sharans und Fiat Doblòs zu verbringen, verschwinden würde. Freilich, geil wär’s doch, wenn die mal mit einen Lambo auf Tour gingen. Und sei es vielleicht nur für einen Tag, mit einem Mietwagen vom Exklusiv-Autoverleiher.

Klickt hier um Fahrberichte zum Thema Lamborghini zu lesen.

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