Neues VW Golf Cabrio – laut VW „definitiv ohne Schiebedach“
23. Februar 2011 – 10:43 | Kein Kommentar

Jetzt kann der frisch modellgepflegte VW Eos einpacken. Mit der ersten Information zum neuen Golf Cabrio macht sich VW sogar selbst lustig über den Blech-Klappdach-Versuch.
Bestellen kann man ab sofort, ausgeliefert werden die ersten VW Golf …

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Teenager haben es nicht leicht

Geschrieben von am 26. April 2010 – 09:27
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Aus der Idee, einen der besten Luxusliner der Welt zu bauen, wurde schnell eine Marke: Lexus. In diesem Jahr feiert Toyotas Nobelhersteller sein 20-jähriges Jubiläum in Deutschland. Zum Durchbruch hat es allerdings noch nicht gereicht.  

Lexus LS, der Erste: Mit dem damals noch unbekannten Lexus LS 400 gaben die Japaner vor 20 Jahren bei uns ihren Einstand. LS steht übrigens für Luxury Sedan (Luxuslimousine), 400 für 4,0-Liter Hubraum.

 

Als sich im August 1983 ein Team japanischer Toyota-Ingenieure daranmacht, ein Auto der Luxusklasse zu entwickeln, und vom Management grünes Licht erhält, ist die Messlatte bereits schon sehr weit oben angelegt: Das Fahrzeug soll sich mit den besten Luxus-Limousinen der Welt messen können. Das Vorhaben wird mit einem bis dato nicht gekannten Aufwand betrieben. Man bewegt sich schließlich auf einem für die Japaner neuen Terrain. Zwei Jahre später dreht schon der erste Prototyp seine Runden. Für die Testfahrten suchten sich die Entwickler unter anderem auch gezielt deutsche Autobahnen aus, um die Belastung bei Höchstgeschwindigkeit ausgiebig zu testen. Für damalige Verhältnisse ein Novum unter allen nicht europäischen Herstellern.  

Sechs Jahre und rund zwei Millionen Testkilometer weiter, gibt das erste Serienmodell in Nordamerika sein Debüt. Neu sind das Auto und die Marke: Der Lexus LS 400 soll die gehobenen Ansprüche erfüllen. Mit überaus nobler Ausstattung, einem flüsterleisen Achtzylinder und einer Leistung von 245 PS sowie einer Hi-Fi-Audioanlage von Nakamichi begeistert die Luxuslimousine schnell die solvente Käuferschicht in den Staaten. In Japan heißt der LS 400 hingegen nur schlicht Toyota Celsoir, denn Lexus kannte man im Land der aufgehenden Sonne bis dato auch hier noch nicht.  

Lexus LS heute: Das aktuelle Topmodell LS 600h war der erste Vollhybrid in der Luxusklasse. In der Langversion bringt es der Luxusliner auf 5,15 Meter und verbraucht bei gelassener Fahrweise im Schnitt rund 9,3 Liter.

 

Der große Erfolg in den USA sollte auch Europäer und vor allem deutsche Kunden begeistern. Deshalb entschließt man sich, den LS 400 nach Deutschland zu holen. Die eigens 1990 dafür gegründete Lexus Vertriebsorganisation umfasst gerade mal 22 ausgesuchte Händler – zumeist in den Ballungszentren der Republik.  

Der reichhaltig ausgestattete LS 400 kostete damals 87.650 Mark. Im Vergleich zur deutschen Konkurrenz ein günstiges Angebot. Drei Jahre Garantie und der gute Ruf aus den USA, ein nahezu perfektes Automobil zu sein, sollten dem LS auch hierzulande zum Triumph verhelfen. Und mit einem Luftwiderstandsbeiwert von nur 0,29 war die große Limousine die beste ihrer Klasse. Ich kann mich noch sehr gut an die ersten Testrunden mit dem leise säuselnden LS 400 erinnern. Besonders auch an die neugierigen Blicke und Fragen an der Tankstelle, wie etwa: „Das ist ein … ein was?“, oder „Lexus, nie gehört, von wo kommt der denn her?“ Fragen, die ich damals mit großem Genuss und gerne beantwortet habe. Der ein wenig nach Mercedes S-Klasse und Siebener BMW ausschauende LS 400 war damals übrigens das einzige Modell der Japaner.  

Heute ist das Angebot deutlich umfangreicher und umfasst insgesamt sechs verschiedene Modellreihen. Angefangen bei den Limousinen IS, GS und LS über das SUV namens RX, den Roadster SC 430 bis hin zum Supersportwagen LFA, der allerdings auf nur 500 Stück limitiert ist.  

Lexus ganz besonders exklusiv: Der Supersportwagen LFA ist auf 500 Exemplare limitiert. Dank Karbonfaser-Karosserie ist der LFA nur 1.485 kg leicht. Sein 4,8-Liter-V10-Triebwerk leistet 560 PS und treibt den Boliden auf bis zu 325 km/h. Einziges Manko: 375.000 Euro.

 

Während sich Lexus in Nordamerika unter den Premium-Anbietern längst als unbestrittener Marktführer etabliert hat, fällt es dem japanischen Nobelhersteller in Deutschland auch nach 20 Jahren Präsenz nicht leicht, sich gegen die deutsche Konkurrenz aus dem Premium-Lager zu behaupten. An der Qualität der Produkte kann es nicht liegen. Die stimmt und liegt mit der Konkurrenz „Made in Germany“ inzwischen auf Augenhöhe. Jedoch nehmen Image und Status auf dem hart umkämpften deutschen Markt einen deutlich höheren Rang ein als in irgendeinem anderen Land. Frei nach dem alten Bergsteigermotto: „Je höher man steigt, desto dünner wird die Luft“, bringt man es unter den mobilisierten Topmanagern hierzulande nicht weit ohne einen repräsentativen Stern, eine Niere oder gar vier Ringen auf dem Kühlergrill auch nur irgendwo aufzutauchen.  

Dementsprechend bescheiden fallen die Verkaufszahlen von Lexus in Deutschland aus. Selbst im Lexus-Rekordjahr 2006 brachte man es gerade einmal auf rund 5.000 verkaufte Einheiten. Im letzten Jahr waren es sogar nur knapp 2.200 Verkäufe.  

Dennoch hat sich die Marke auch hier gefestigt. Lexus will dem Prestige-Manko begegnen und sucht sich eine Nische, indem man zukünftig nur noch Modelle mit Vollhybridantrieb anbietet. Schließlich sind Lexus und Toyota Vorreiter auf diesem Gebiet und liegen technologisch vor den vor allem einheimischen Wettbewerbern. Zudem wagt man demnächst mit dem 2011 debütierenden CT 200h (h steht für Hybrid) einen Vorstoß in die Nobel-Kompaktklasse. Vielleicht wird der Mut nicht nur von umweltbewussten Individualisten gedankt, sondern trifft fortan auf eine breitere Käuferschicht.

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  • Mit dem Vollhybridantrieb könnte Toyota mit Lexus das gelingen, was man mit anderen Modellen in der Vergangenheit bereits vorgemacht. Ein beispielloser Siegeszug durch die ganze Welt. Das dürfte selbst das Interesse der Autofahrer hierzulande wecken.

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