Batterie-Schrott und Hybrid-Müll – Kosten, Verwertung und Endlager sind ungeklärt
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Die Katastrophe von Tschernobyl ist schon 24 Jahre alt, doch die Menschheit hat nichts gelernt. Politiker palavern über Reaktor-Laufzeiten, aber keiner schafft saubere Alternativ-Energiequellen. Atomstrom verursacht kein CO2, da kann man alte Elektroauto-Batterien doch auch gleich zu den Brennstäben ins Endlager kippen. Ein paar wirre Gedanken zu einer verwirrten Auto-Entwicklung …

Mitsubishi i-MiEV: „Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose“ – wer so weit denkt, für den produziert ein E-Auto auch kein CO2.
Deutschland soll die Führung bei der Elektroauto-Entwicklung übernehmen, so wollen es die Kanzlerin und ihr Verkehrs-Ordner Ramsauer. Es wird geredet und gefordert, aber wenig untersucht und nachgedacht. Auch bei den Bossen der Automobil-Hersteller gilt mittlerweile Vollgas für E-Mobilität und Hybrid. Bloß keinen Zug verpassen, in den man besser gar nicht eingestiegen wäre. Gesamt-Energiebilanz eines Hybrid-Autos einschließlich aufwändiger Entwicklung/Produktion und Verwertung? Wer weiß das schon, vermutlich schlechter als bei einem Diesel-Pkw.
Fachzeitschriften haben längst nachgewiesen, dass ein Mitsubishi i-MiEV mit Nicht-Atomstrom mehr CO2 produziert als manch herkömmlicher Kleinwagen. Ideen für ausgediente Batterien und alte Hybrid-Komponenten sind zurzeit noch nicht gefragt, da können wir später mal überlegen … Fast so wie mit den supersicheren Salzstöcken für den Atommüll, für den uns unsere Kinder noch hassen werden.

AKW Grohnde: Das Kraftwerk liegt an der Weser in der Nähe von Hameln und produziert wie viele andere Atommüll, der eine Million Jahre sicher gelagert werden muss. (Foto: Heinz-Josef Lücking)
Globalisierung, natürlich, die rollt auch auf uns zu. Jeden fünften Tag wird in China ein neues Kraftwerk in Dienst gestellt, betrieben mit Kohle natürlich. Das CO2 bleibt bestimmt in Asien und beeinflusst nicht das europäische Klima. Wenn das CO2 überhaupt das Klima beeinflusst … Es gibt Klimaforscher, die glauben ihren Kollegen nicht. Und wem sollen wir glauben? Wenn uns Vulkanstaub-Wolken nur in der Computer-Simulation gefährden, dann ist Radioaktivität vielleicht auch gar nicht so schlimm.
Immerhin, die Zukunft ist sonnenklar. In künftigen Megacities wird es gar keine Autos mehr geben. So erklärt es ein Städteplaner des renommierten Architekturbüros AS&P gegenüber einem unAUTOdox.de-Mitarbeiter. Alles läuft mit öffentlichem Nahverkehr, einzig ein paar Privilegierte dürfen mit E-Autos über die Spuren für Rettungsfahrzeuge rollen. Energieversorgung? Natürlich mit Atomkraftwerken. Ja und das Endlager-Problem? Da wird den nächsten Generationen schon was einfallen – die Forschung geht immer schneller voran. Na, dann sind ja die paar alten Batterien in zehn bis zwanzig Jahren auch kein Problem mehr.


