Neues VW Golf Cabrio – laut VW „definitiv ohne Schiebedach“
23. Februar 2011 – 10:43 | Kein Kommentar

Jetzt kann der frisch modellgepflegte VW Eos einpacken. Mit der ersten Information zum neuen Golf Cabrio macht sich VW sogar selbst lustig über den Blech-Klappdach-Versuch.
Bestellen kann man ab sofort, ausgeliefert werden die ersten VW Golf …

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Nissan GT-R: Porsche-Killer oder Schmusekatze – Dr. Jekyll und Mr. Hyde lassen grüßen

Geschrieben von am 5. Mai 2010 – 13:24
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Der Nissan GT-R hat den Rundenrekord für Serienfahrzeuge auf der Nürburgring-Nordschleife geknackt: Gerade mal 7:29 Minuten hat es gedauert. Respekt! Wir neigen ehrfürchtig unser Haupt, der neue König der Eifel kann aber auch ganz anders. 

Er klebt noch besser auf dem Asphalt als Kaugummi an der Schuhsohle: Der Nissan GT-R beeindruckt mit hoher Traktion, leichtfüßigem Fahrverhalten und ausgesprochen kraftvollem 3,8-Liter-Twin-Turbo mit 485 PS.

 

Flach und breit kauert er auf dem Asphalt. Die Muskeln wie bei einer Raubkatze gespannt, scheinbar permanent zum Sprung bereit. Unter seiner flachen Haube lauert ein eigens entwickelter 3,8-Liter-Twin-Turbo-V6 mit 485 PS auf seinen Einsatz. Die Transaxle-Bauweise mit Motor vorn und Sechsstufen-Doppelkupplungsgetriebe an der Hinterachse sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung, der permanente Allradantrieb mit variabler Kraftverteilung für satte Traktion. Ohne Zweifel, die Rezeptur für den Supersportwagen Nissan GT-R klingt schon verdammt stimmig. 

Reinsetzen! Drei Schalter auf der Mittelkonsole fallen ins Auge. Sie setzen den sportlichen R-Modus für das adaptive Dämpfersystem, das Getriebe und das Stabilisationsprogramm in Gang. Ebenso per Knopfdruck erwacht der GT-R zum Leben. Aber, was ist das? Kein Bellen, Fauchen oder Hecheln. Ungewohnt leise und verhältnismäßig handzahm nimmt das Triebwerk seine Arbeit auf. Klingt eher wie ein Kätzchen als ein Raubtier. Das soll der aktuelle Rundenzeiten-König der Nordschleife sein? Nun gut, Sound ist nicht alles. Aber ein bisschen mehr Stimmgewalt wäre schon nicht schlecht, vor allem bei so einer athletischen Optik. 

Keine Angst, der will nur spielen: Bereits das bullig und imposant geformte Heck macht unmissverständlich klar, mit welchem Kaliber man es zu tun hat. Je nach elektronischem Fahrprogramm verhält sich der Sportwagen „Made in Nippon“ von bissig bis zutraulich. Wer will, kann im Schonprogramm sogar mit ihm schmusen.

 

Dezent gilt beim Nissan GT-R allenfalls für die akustische Untermalung. Denn wehe, wenn er losgelassen wird. Dann beißt das eben noch so zahme Tier erbarmungslos zu und entfaltet seine Leistung fast schon explosionsartig. Besonders oberhalb von 4.000 Touren scheint die Schubkraft kein Ende zu kennen. Höchste Konzentration ist angesagt, denn der GT-R legt sich weiter mächtig ins Zeug und die ersten Schaltwechsel stehen an. Schnell und ohne Zugkraftunterbrechung werden die Befehle via Paddel vom Lenkrad aus erledigt. Wenn es sein muss, prescht der GT-R innerhalb von 3,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, der ungestüme Vortrieb endet erst bei 310 km/h. 

Kurvige Streckenabschnitte beantwortet der GT-R mit präziser sowie handlicher Rückmeldung und bietet das, was man von einem Sportwagen erwartet, nämlich eine gehörige Portion Fahrspaß pur. Einen ebenso hohen Unterhaltungswert liefert das mittig platzierte Multifunktionsdisplay, welches allerlei aktuelle Fahrdaten einspielt, wie etwa bei der Anzeige für die Querbeschleunigungskräfte. 

Wir melden uns Live aus dem Maschinenraum: Neben herkömmlichen Funktionen für Audio oder Navigationssystem können auf dem Multifunktionsdisplay auch aktuelle Leistungsdaten, wie Ladedruck, Lenkwinkel oder g-Kräfte, abgerufen werden. Und natürlich profanere Dinge, beispielsweise der Verbrauch: mit im Schnitt 12,4 Litern Super Plus nach Euro-Norm

 

Der GT-R ist jedoch ein Meister der Metamorphose. Hierfür werden die drei Tasten auf der Mittelkonsole wieder in ihre ursprüngliche Position zurückgelegt. Und im gleichen Augenblick verwandelt sich die leichtfüßige Ballerina in einen handzahmen Cruiser. Fortan erfolgen die Schaltvorgänge butterweich, das elektronisch geregelte Fahrwerk überzeugt mit hohem Restkomfort und der Anti-Schleuderschutz ESP hat wieder alle seine Sinne bis ins letzte Detail geschärft. Die Lässigkeit hat soeben gesiegt. 

unAUTOdox.de: Ähnlichkeiten zu der Novelle des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson sind beim Nissan GT-R nicht von der Hand zu weisen. Für 83.500 Euro erhält man einen vollkommenen, alltagstauglichen Hochleistungssportwagen, der sowohl die dynamische Gangart in beeindruckender Manier beherrscht als auch für das Flanieren über die Boulevards gemacht ist. Vergleichbar mit Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Einzig der viel zu sanft gewählte Sound seines bärenstarken Twin-Turbos lässt noch Spielraum zum Handeln. Aber die Tuningbranche will ja auch noch etwas verdienen, oder Nissan?

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